Corona Nothilfe in Rumänien: Lebensmittelpakete für Familien mit Kindern

Die Caritas Alba Iulia arbeitet schon seit dem Beginn der neunziger Jahre in und mit Roma-Gemeinschaften. Schwerpunkt sind Tageszentren, in denen etwa 600 sozial benachteiligte Kinder, fast ausschließlich aus Roma-Familien betreut werden. Diese Zentren müssen jetzt geschlossen bleiben und damit fehlt den Kindern auch die tägliche Mahlzeit, die sie dort sonst bekommen (meist die einzige am Tag).

In dieser jetzigen, äußerst ungewöhnlichen Zeit der Corona-Pandemie wird die Situation der Roma Siedlungen dramatisch. Ganz viele Mitglieder der Roma Gemeinschaften waren in den letzten Jahren in den westeuropäischen Ländern unterwegs, die meisten für Saison-Arbeiten, aber zum Teil auch zum Betteln. Die meisten von ihnen sind jetzt nach Hause zurückgekehrt. Wegen des allgemeinen Ausgangsverbotes in ganz Rumänien sind auch die lokalen Einkommensquellen der Roma gerade unterbunden (gelegentliche nicht-geregelte Arbeitsaufträgen, Sammeln von Altpapier, Alteisen usw., Betteln) und finanzielle Reserven gibt es in diesen Familien auch nicht. Deshalb wird die Situation immer kritischer, es gibt schon Zeichen, dass die Menschen gar nicht mehr in der Lage sind die nötigen Grundnahrungsmittel zu besorgen. Die Behörden haben in dieser Hinsicht keine Schritte unternommen, um diesen, in extremer Armut lebenden, Gemeinden und Familien Hilfe zu leisten.

Es besteht wenig Chance, dieses Problem insgesamt zu lösen. Was wir als Caritas aber tun können, ist den Familien der etwa 600 Kinder, für die die Caritas bereits Verantwortung übernommen hat, zu helfen. Diese Familien sollen mit Paketen bestehend aus Grundlebensmitteln unterstützt werden. Ein Monatspaket mit Grundlebensmittel (z.B. Bohnen, Öl, Mehl, Reis, Zucker) um 75 Euro kann Hunger in diesen schwierigen Zeiten vermeiden.

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