Eine Operation schenkt neue Hoffnung

Bondo kam im Mai 2013 mit Grauem Star auf beiden Augen auf die Welt. Seine Eltern  - Kriegsflüchtlinge und schwer traumatisiert – waren mit dem fast blinden Kind überfordert. Deshalb wächst Bondo bei seiner Großmutter in Masina, einem Armenviertel von Kinshasa, auf.

Wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage konnte sich die Familie Bondos‘ Behandlung nicht leisten. Er blieb fast blind und wuchs isoliert auf. Bis vor kurzem konnte er weder gehen noch sprechen oder mit Freunden spielen.

Bei einer Mutter-Kind-Untersuchung, die vom medizinischen Dienst der Caritas Kinshasa organisiert wurde, erfuhr Bondos‘ Großmutter von der Möglichkeit, dass ihr Enkel im Rahmen eines Projektes der Caritas OÖ operiert werden könnte. Im Juli 2015 wurde Bondo dann an beiden Augen operiert, zurzeit nimmt er an einer visuellen Therapie teil.

Seitdem hat Bondos‘ Leben und das seiner Familie eine positive Wendung genommen. Bondo hat zu laufen und zu sprechen begonnen. Er benennt Dinge in seiner Umgebung und nimmt begeistert mit gleichaltrigen Kindern Kontakt auf. „Es ist für die ganze Familie der Beginn eines neuen Lebens!“ sagt seine Großmutter überglücklich.

               

Im Rahmen ihres Hauskrankenpflege- und Rehabilitations-Programms unterstützt die Caritas Kinshasa seit einigen Jahren Kindern mit Behinderungen. In dem Projekt „Behinderten Kindern ein gesundes Leben schenken“ besuchen geschulte Caritas-Mitarbeiter/-innen Pfarrgemeinden in Armenvierteln in und um Kinshasa. Sie klären die Bevölkerung über medizinische Möglichkeiten für ihre beeinträchtigten Kinder auf. Spendengelder aus Oberösterreich ermöglichen außerdem die Operationen und Therapie der Kinder.