Mit Zuversicht in die Zukunft blicken - Russland

In Caritas-Kinderzentren finden Kinder aus armen Familien, Sozialwaisen und Straßenkinder eine sichere und kindgerechte Umgebung. Sie erhalten regelmäßige Mahlzeiten, bei Bedarf saubere Kleidung und Medikamente sowie liebevolle Betreuung und pädagogische Förderung. Durch die Unterstützung beim Lernen wird ihnen wieder Hoffnung auf ein besseres Leben gegeben.

Die Kinder wachsen in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Viele kommen aus zerrütteten Familien, ihre Eltern sind zumeist arbeitslos. Gegen die Armut und Arbeitslosigkeit im Land wird nur wenig getan, für Investitionen und das staatliche Sozial- und Gesundheitswesen fehlt das Geld. Die Menschen flüchten sich aus dieser trostlosen Wirklichkeit in den Alkohol. Gewalt in den Familien und eine ständig steigende Kriminalitätsrate sind die Folge. Manche Kinder leiden darunter so sehr, dass sie ein Leben auf der Straße der Situation zuhause vorziehen.

In zwei Kinderzentren in der Region St. Petersburg und drei Zentren in den ostsibirischen Städten Angarsk, Tschita und Bratsk wird daher mehr als  300 Kindern ein Ort der Geborgenheit ermöglicht. Die Kinder kommen nach dem Schulunterricht in die Kinderzentren. Sie erhalten eine warme Mahlzeit und anschließend Hilfe bei den Hausaufgaben. Beim gemeinsamen Basteln, Spielen und Singen können sie ihre Talente und Interessen entwickeln. Sie entdecken ihre Umwelt bei Ausflügen, feiern gemeinsam Feste im Jahreskreis, schließen mit den anderen Kindern Freundschaften und lernen soziales Verhalten. So können die Kinder im geschützten Raum der Kinderzentren einfach einmal Kind sein und sich vom oft rauen Familienalltag erholen. In drei Zentren gibt es auch ein Gruppe für die Kleinsten ab 3 Jahren.

Auch die achtjährige Natascha kommt täglich ins Kinderzentrum in Tschita. Sie lebt mit ihrer Mutter und zwei Schwestern in einer winzigen Hütte, ohne Wasser und Toilette. Ihr Vater ist vor drei Jahren verstorben. Im Kinderzentrum bekommen die Geschwister täglich eine warme Mahlzeit und Unterstützung bei den Schulaufgaben.

Genauso wichtig wie das Essen oder die Lernhilfe sind für viele der Kinder die Wärme und Liebe, die sie durch die Betreuungspersonen erfahren. Zum ersten Mal in ihrem Leben werden sie so angenommen, wie sie sind. Den Caritas-Mitarbeiterinnen ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Eltern ein großes Anliegen. Sie versuchen ihnen zu vermitteln, wie wichtig eine abgeschlossene Schulausbildung für ihre Kinder ist. Sie gibt den Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft, in der sie nicht mehr gezwungen sind, auf die Straße zu flüchten.

 

30 Euro kostet die Nachmittagsbetreuung für ein Kind im Monat. Bitte helfen Sie!