Hilfe zur Selbsthilfe für Bauernfamilien - DR Kongo

Die 42-jährige Witwe Honorine Bamanisa ist Bäuerin und lebt gemeinsam mit ihren fünf Kindern im Dorf Nkundi in der Provinz Bas-Congo, eine Tagesreise von der Zehn-Millionen-Hauptstadt Kinshasa entfernt. Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang sind die wichtigsten Einkommensquellen der Bevölkerung in dieser Region.

Honorine hat der plötzliche Tod ihres Mannes vor vier Jahren hart getroffen. Die Witwe wusste von einem Tag auf den anderen nicht, was sie ihren Kindern zu essen geben sollte, da das Einkommen des Vaters nun fehlte. Seit Kurzem schöpft sie wieder Hoffnung. Honorine nimmt an einem Landwirtschaftsprojekt der Caritas Matadi teil. Die Caritas unterstützt die Bevölkerung in rund 20 Dörfern in der Region Luozi bei der Bewirtschaftung des Landes und durch Viehzuchtprojekte (Hühner, Ziegen, Schafe, Fische). Schulungen über moderne Anbaumethoden, die Nutzung von verbessertem Saatgut und neuen Nutzpflanzen führen zu einer Steigerung der Erträge. Auch die Anschaffung von Werkzeugen und landwirtschaftlichen Geräten wie Traktoren helfen den Bauern dabei, größere Flächen zu bewirtschaften. Besonders stolz ist Honorine auf ihre Hühnerzucht, die ihr ein zusätzliches Einkommen ermöglicht. Jugendliche erhalten im Landwirtschaftsprojekt durch die Schaffung von Lehrstellen (Schmied, Schneiderin) außerdem Perspektiven für ihre Zukunft, da sie ihre Produkte an die ansässigen Bauern verkaufen können.

Caritas-Agronome sind dabei ständig vor Ort um die Bauern bei ihrer Arbeit zu beraten. Durch das Steigern der Produktion wird nicht nur die Grundversorgung mit Nahrung gesichert. Der Ernte-Überschuss kann am Markt verkauft werden. Dabei unterstützen die Agronomen die Bauern bei der Lagerung, Vermarktung und dem Transport der Ernte in die Bezirkshauptstadt Luozi. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf können die Familien das Schulgeld ihrer Kinder und ihre medizinische Versorgung bezahlen. „Ich bin glücklich, dass meine beiden schulpflichtigen Kinder nun in die Schule gehen können!“ berichtet Honorione Bamanisa. „Meine Kinder haben ihren Vater verloren, sie sollen nicht auch noch ihre Hoffnung verlieren. Mein größter Wunsch ist, dass sie eines Tages auf eigenen Beinen stehen und sich und ihre Familie ernähren können!“

Dank des Caritas-Landwirtschaftsprojektes wird die Ernährung von 7.000 Menschen in der Region Luozi gesichert.

20 Euro kostet ein Werkzeugset

25 Euro kostet Saatgut für ein Feld

  • Familie Bamanisa

  • Agrarexperte Georg Gnigler mit Bäuerinnen

  • Caritas OÖ-Länderreferentin Andrea Fellner mit Bäurinnen

  • Bäuerliche Kooperative mit Georg Gnigler

  • Bäuerliche Kooperative

  • Erdnussernte

  • Erdnussernte

  • Feldarbeit

  • Kinder in Luozi

  • Mais- und Maniokernte

  • Maniokernte

  • Projekthinweisschild

  • Schmiedelehre

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