Rumänien

...Der schwierige Weg nach Europa...

Rumänien ist seit 1.1.2007 Mitglied der EU, doch es sind noch jede Menge wirtschaftlicher, politischer und sozialer Probleme zu lösen. Die Schattenwirtschaft blüht, die Menschen sind gezwungen dazuzuverdienen. Nicht nur am Land, sondern auch zwischen den Betonplatten-Bauten in den Städten wird Gemüse gepflanzt und werden Kleintiere gehalten. Für viele ist dies die einzige Chance über die Runden zu kommen.

Rumänien hat die am zweitschnellsten wachsende Wirtschaft in Europa, dies wurde jedoch nicht in Armutsbekämpfung umgesetzt. Die staatlichen Ausgaben für Soziales, Gesundheit und Erziehung bewegen sich um die Hälfte des europäischen Durchschnitts, trotz der in vielen Hinsichten dramatischen Realität.

Das Sozialsystem entwickelt sich nur schleppend. Der Mindestlohn pro Monat liegt seit Jänner 2019 bei 269 Euro, das durchschnittliche Monatsnettoeinkommen betrug im Jänner 2019 518 Euro. Der durchschnittliche monatliche Rentenbetrag lag im Jänner 2019 bei 251 Euro, die Mindestpension beträgt 136 Euro.

Auch diejenigen, die Arbeit haben, kommen damit oft kaum über die Runden. Auf Grund dieser schwierigen Rahmenbedingungen suchen viele, vor allem junge und gut ausgebildete Menschen einen Arbeitsplatz im Ausland. Etwa jede/r Fünfte (19,7%) ist in Rumänen schwer von Armut betroffen, das bedeutet, dass Rechnungen nicht bezahlt oder Wohnungen nicht ausreichend geheizt werden können. Im Vergleich dazu beträgt der EU-Durchschnitt 6,9%.

Unsere Projekte (Auswahl)

Förderung für junge Menschen mit Behinderung - Rumänien

Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben es besonders schwer in Rumänien. Im zweitärmsten Land der EU gibt es immer noch viel zu wenige Einrichtungen und staatliche Hilfe, um die Betroffenen zu fördern und zu unterstützen. Im Caritas-Zentrum Hl. Augustin für junge Erwachsene werden 24 Menschen, die mit einer Behinderung leben, von Behindertenpädagoginnen betreut.

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Bildung schenkt Roma-Kindern Zukunft - Rumänien

In der Roma-Schule im Armenviertel Sf. Gheorge im Osten Rumäniens haben Roma-Kinder die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu machen. Nach dem Unterricht werden die Kinder in einem Caritas-Tageszentrum betreut. Neben der Lernhilfe werden Ausflüge und Bastel- und Spielnachmittage angeboten. Für die Kinder ist die Schule die einzige Chance, einen Beruf zu erlernen und so aus der Armut herauszukommen.

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Haus für vergessene Kinder - Rumänien

Im Kinderzentrum "Maria Stein" der Caritas Petrosani finden Sozialwaisen und Kinder aus armen Familien eine sichere und kindgerechte Umgebung, liebevolle Betreuung und pädagogische Förderung.

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