Bildung schenkt Roma-Kindern Zukunft - Rumänien

Mädchen und Buben sitzen in einer Volksschulklasse

Der 23jährige Marius gehört zur Minderheit der Roma und wuchs in einem Armenviertel in Sf. Gheorghe im Osten Rumäniens auf. 2.000 Roma leben dort unter menschenunwürdigen Bedingungen, ein Großteil von ihnen unter der Armutsgrenze. In zwei Drittel der Häuser gibt es kein fließendes Wasser. Zwei Millionen Roma leben alleine in Rumänien. Sie erleben im Alltag ständige Diskriminierung was den Zugang zu Wohnen, Arbeit und Sozialleistungen betrifft. Nur 66 Prozent der Roma-Kinder gehen zur Schule, gar nur 17 Prozent der Jüngsten besuchen den Kindergarten. Es ist daher kein Wunder, dass junge Menschen kaum Perspektiven für ihre Zukunft haben.

Doch Marius hat es trotz dieser widrigen Bedingungen geschafft dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Mithilfe der Caritas besuchte er die Roma-Schule in Sf. Gheorghe. 1996 wurde die Schule mitten im Armenviertel errichtet. 200 Kinder und Jugendliche besuchen zurzeit die Schule, 60 Kinder den Kindergarten. Nach Abschluss der achtjährigen Ausbildung haben die Jugendlichen die Möglichkeit einen Beruf zu erlernen. Auch nach dem Unterricht werden die Kinder betreut. Neben der Lernhilfe werden Ausflüge und Bastel- und Spielnachmittage angeboten. In den Sommerferien nehmen die Roma-Kinder mit Begeisterung an den Sommercamps der Caritas teil.   Seitdem Marius die Schule abgeschlossen hat, arbeitet er in der städtischen Straßenreinigung und seit 2011 auch als Teilzeitkraft bei der Caritas in Sf. Gheorghe als Schulvermittler. Er ist verheiratet und hat ein dreijähriges Kind. Mit seinem Einkommen kann Marius nun seine Familie, seine Eltern und seine vier Geschwister unterstützen, die noch zur Schule gehen. Es ist den Caritas-Mitarbeitern auch ein großes Anliegen, den Eltern zu vermitteln, wie wichtig eine gute Schulbildung für die Zukunft ihrer Kinder ist. Daher stellen Sozialberatung, Hilfe bei Behördenwegen und bei der Arbeitssuche, und in Notfällen auch materielle Unterstützung, einen wesentlichen Teil der Caritas-Arbeit dar. Damit die Roma-Kinder - so wie Marius - optimistisch in eine Zukunft in ihrer Heimat blicken können.

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