Mit Zuversicht in die Zukunft blicken - Russland

Mehrere Menschen sitzen in einer Wiese

In drei Tageszentren in Sibirien werden über 160 arme Kinder betreut, mit regelmäßigen Mahlzeiten, sauberer Kleidung und Medikamenten versorgt. Sie erhalten auch schulische Förderung und erfahren in den Zentren Zuwendung und Liebe.

In den südsibirischen Städten Angarsk, Tschita und Bratsk kümmern sich Ordensschwestern seit 1999 um Straßenkinder wie Petja und Kinder aus armen Familien. Insgesamt 150 Kinder erhalten in den drei Zentren täglich eine warme Mahlzeit und Bekleidung. Kinder im Vorschulalter verbringen den ganzen Tag im Zentrum.

Die Schulkinder kommen nach dem Unterricht zu den Schwestern und erhalten Hilfe beim Lernen. Außerdem wird gebastelt, gespielt, gesungen und die Kinder können sich vom oft rauen Familienalltag erholen.

Genauso wichtig wie Essen und Bekleidung sind für die Kinder die Wärme und Liebe der Schwestern. Zum ersten Mal in ihrem Leben werden sie angenommen, so wie sie sind. Zum ersten Mal werden sie als eigenständige Menschen behandelt und ernst genommen. Die Kinder kommen durchwegs aus zerrütteten Familien. Viele Familien wurden während der Sowjetzeit mit hohen Gehältern in den unwirtlichen Norden Sibiriens gelockt. Nun wurde ein Großteil der unrentablen Fabriken geschlossen. Armut und Arbeitslosigkeit sind hoch. Für Investitionen und das staatliche Sozial- und Gesundheitswesen fehlt Geld. Die Menschen flüchten sich aus der trostlosen Wirklichkeit in den Alkohol. Gewalt in den Familien und eine ständig steigende Kriminalitätsrate sind die Folge.

Not in Russland