Mit Zuversicht in die Zukunft blicken - Russland

Foto: Christine Haiden

In drei Tageszentren in Sibirien werden 150 arme Kinder mit regelmäßigen Mahlzeiten, sauberer Kleidung und Medikamenten versorgt. Hier finden Sozialwaisen und Kinder aus armen Familien eine sichere und kindgerechte Umgebung, liebevolle Betreuung und pädagogische Förderung.

Die achtjährige Natascha lebt mit ihrer Mutter und zwei Schwestern in einer winzigen Hütte, ohne Strom, Wasser und Toilette. Ihr Vater ist vor drei Jahren verstorben. Im Kinderzentrum Tschita bekommen die Geschwister täglich eine warme Mahlzeit und Unterstützung bei den Schulaufgaben.

In den südsibirischen Städten Angarsk, Tschita und Bratsk kümmern sich Ordensschwestern seit 1999 um Straßenkinder und Kinder aus armen Familien wie Natascha. Insgesamt 150 Kinder erhalten in den drei Zentren täglich eine warme Mahlzeit und Bekleidung.

Die Schulkinder kommen nach dem Unterricht zu den Schwestern und erhalten Hilfe beim Lernen. Kinder im Vorschulalter verbringen den ganzen Tag im Zentrum. Außerdem wird gebastelt, gespielt, gesungen und die Kinder können sich vom oft rauen Familienalltag erholen.

Genauso wichtig wie Essen und Bekleidung sind für die Kinder die Wärme und Liebe der Schwestern. Zum ersten Mal in ihrem Leben werden sie angenommen, so wie sie sind. Zum ersten Mal werden sie als eigenständige Menschen behandelt und ernst genommen. Die Kinder kommen durchwegs aus zerrütteten Familien. Viele Familien wurden während der Sowjetzeit mit hohen Gehältern in den unwirtlichen Norden Sibiriens gelockt. Nun wurde ein Großteil der unrentablen Fabriken geschlossen. Armut und Arbeitslosigkeit sind hoch. Für Investitionen und das staatliche Sozial- und Gesundheitswesen fehlt Geld. Die Menschen flüchten sich aus der trostlosen Wirklichkeit in den Alkohol. Gewalt in den Familien und eine ständig steigende Kriminalitätsrate sind die Folge.


30 Euro kostet die Nachmittagsbetreuung für ein Kind im Monat. Bitte helfen Sie!

  • © Christine Haiden

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