Kinderdorf Gomel - Weißrussland

Foto: KKonsek

Der 12-jährige Viktor lebt seit April 2012 im Kinderdorf Gomel. Zuvor war er im staatlichen Kinderheim in Gomel untergebracht, da er keine Familie hat. Viktor ist seit seiner Geburt, verursacht durch einen Sauerstoffmangel, geistig behindert. Als er im Kinderdorf einzog, war Viktor ein zurückgezogener und schüchterner Bub der kaum sprach und seine Bedürfnisse äußerte.

Das Kinderdorf Gomel, die erste private Einrichtung dieser Art in Weißrussland, ist für 60 Kinder mit Behinderungen ein neues Zuhause. Dort können sie leben, werden medizinisch und therapeutisch betreut, gefördert und unterstützt.
In den staatlichen Heimen ist die Situation trotz einiger Verbesserungen nach wie vor dramatisch. Zwischen 200 und 300 Kinder leben in den großen staatlichen Heimen. Oft kann die vorgeschriebene Kalorienmenge beim Essen nicht eingehalten werden oder gibt es keine dringend notwendigen Medikamente. Neben der finanziellen Not und der mangelhaften Ausstattung ist in manchen Heimen das Schlimmste die Grundeinstellung gegenüber der Kindern: Sie gelten als Belastung und werden einfach weggesperrt oder im Bett liegen gelassen.

Den Müttern raten die Ärzte schon bei der Geburt, ein Kind mit Behinderungen in ein Heim zu geben, weil sie keine Unterstützung erwarten können: Rollstühle sind unerschwinglich, Tagesbetreuung oder Werkstätten gibt es nur wenige, Medikamente und Behelfe müssen die Eltern bezahlen. Die Caritas Gomel errichtete mit dem Kinderdorf ein Modellprojekt für das ganze Land: Erstmals können Kinder mit Behinderungen in familienähnlichen Gruppen leben. So erfahren sie die Wärme und Geborgenheit aber auch Regeln und Konfliktsituationen wie in einer Familie.
Das Fachwissen der Schwestern - alle sind in Polen entsprechend ausgebildet - hilft den Kindern: Sie werden motiviert und gefördert. Viele Kinder lernen dank der unermüdlichen Arbeit der Schwestern erst gehen, essen, sich anzuziehen. Das sind große Schritte in Richtung Integration. Im Kinderdorf Gomel wird gezeigt, wie Kinder mit Behinderungen ein erfülltes Leben führen können.

Die liebevolle Zuwendung und verschiedenen Therapien haben auch bei Viktor Früchte getragen. Obwohl seine Aussprache sehr undeutlich ist, versucht er sich mitzuteilen und Kontakt zu seinen Betreuerinnen aufzunehmen. Mittlerweile geht er auch auf die anderen Kinder zu und spielt mit ihnen.

Mit 35 Euro unterstützen Sie ein Kind, das im Kinderdorf Gomel lebt, für einen Monat.

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  • Der schön angelegte Kinderspielplatz im Garten des Kinderdorfs bietet den Kindern viel Platz zum Spielen.

    Der schön angelegte Kinderspielplatz im Garten des Kinderdorfs bietet den Kindern viel Platz zum Spielen. © KKonsek

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  • Mit den Kindern und Jugendlichen steht regelmäßig Basteln als Freizeitaktivität am Programm.

    Mit den Kindern und Jugendlichen steht regelmäßig Basteln als Freizeitaktivität am Programm. © KKonsek

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  • Die Ordensschwestern kümmern sich liebevoll um die Kinder.

    Die Ordensschwestern kümmern sich liebevoll um die Kinder. © KKonsek

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  • Die Kinder lernen auch leichte Aufgaben in der Haushaltsführung zu übernehmen.

    Die Kinder lernen auch leichte Aufgaben in der Haushaltsführung zu übernehmen. © KKonsek

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