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Ein kleinen Mädchen sitzt in einem Haufen mit Plastikbällen und spielt damit.

FBI im Qualitäts-Check

Foto von links: FBI-Leiter Mag. (FH) Sebastian Rappl und Mag.a Edith Bürgler-Scheubmayr, Geschäftsführerin der Caritas für Kinder und Jugendliche, begrüßten bei der Studienpräsentation Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer, u.a. zuständig für Bildung, als Ehrengast. Katja Hofbauer, BA MA und Mag.a (FH) Alexandra Riegler Klinger, MA, MSc, MAS von der FH für Gesundheit und Soziales stellten die Evaluierungsergebnisse vor.

 

Nicht die amerikanische Sicherheitsbehörde, sondern die „Fachberatung für Integration“ (FBI) der Caritas für Kinder und Jugendliche stand im Mittelpunkt einer „Untersuchung“, die von der Fachhochschule für Gesundheit und Soziales in Linz vor kurzem durchgeführt wurde. Die FBI unterstützt im Auftrag des Landes OÖ. bei der Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindertageseinrichtungen.

Die FBI-Mitarbeiterinnen beraten PädagogInnen, Eltern und Erhalter der Einrichtungen und führen individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtete Fördermaßnahmen durch. Im Vorjahr betreute die FBI der Caritas 1.161 Kinder mit Integrationsbedarf in Oberösterreich. Nutzen und die Wirkung der FBI in den 511 Kindertageseinrichtungen wurden nun von der FH Oberösterreich, Studiengang Soziale Arbeit, evaluiert. Den 34 FBI-MitarbeiterInnen der Caritas wurde sowohl von den Eltern als auch den MitarbeiterInnen von Krabbelstuben, Kindergärten und Horte ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. „Die FBI-Mitarbeiterinnen sind kompetent und sympathisch. Die angebotenen spezifischen Hilfsmittel für die Kinder haben eine positive Wirkung“, lautet das Credo der befragten pädagogischen Kräfte und der Eltern. Integration bewerten sie als gelungen, wenn das Kind durch individuelle Förderung so viel Selbständigkeit wie möglich erlangen kann.

Eltern und PädagogInnen würden sich wünschen, dass sie die FBI schon früher - bei den ersten Auffälligkeiten von Kindern – heranziehen könnten. Derzeit lautet der Auftrag vom Kostenträger Land OÖ, dass die FBI erst nach der ärztlichen Diagnose zum Einsatz kommt. „Wird eine Auffälligkeit bei einem Kind bemerkt, erleichtert die externe Beratung durch eine Expertin speziell am Anfang die Beziehung zu den Eltern“, so der Tenor der PädagogInnen.  Darüber hinaus wäre es speziell für Eltern aus bildungsfernen Schichten hilfreich, wenn die FBI-Mitarbeiterinnen bei ärztlichen Befundbesprechungen begleiten könnten.

Die PädagogInnen regten ebenso an, dass die zeitlichen Ressourcen der FBI für aktives Arbeiten mit den Kindern großzügiger sein könnten und sie sich mehr praktische Tipps und Empfehlungen für die tägliche Arbeit wünschen würden.

„Es ist schön, dass das positive Gefühl nun in Zahlen bestätigt wurde. Aus der Evaluierung ergeben sich aber genauso viele neue Themen, die ein Auftrag für uns sind, sich im Sinne der Qualität weiterzuentwickeln“, zieht Mag.a Edith Bürgler-Scheubmayr Bilanz.