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Ein kleinen Mädchen sitzt in einem Haufen mit Plastikbällen und spielt damit.

Studie - Kybernetische Methode im Kindergarten

Im Kindergartenjahr 2011/12 wurde, als Kooperationsprojekt zwischen dem Leibniz Institut für Neurobiologie und der Abteilung Heilpädagogik der Caritas für Kinder und Jugendliche, in oberösterreichischen Kindergärten eine Studie zur Kybernetischen Methode im Kindergarten durchgeführt. Im Rahmen dieser Forschung wurde die Effektivität zur Förderung mathematischer und schriftsprachlicher Vorläuferfertigkeiten analysiert.

Insgesamt haben daran zehn Kindergärten mit mehr als 230 Kindern teilgenommen. Die Kinder wurden in eine Versuchsgruppe und eine Kontrollgruppe unterteilt. In der Versuchsgruppe wurde die Kybernetische Methode zur Förderung mathematischer und schriftsprachlicher Vorläuferfertigkeiten eingesetzt.

Das Training war so konzipiert, dass in einem Zeitraum von 25 Wochen viermal pro Woche für 20 Minuten mit einer Kleingruppe von Schulanfängern daran gearbeitet werden sollte. Zusätzlich war vorgegeben, mehrmals pro Woche unterschiedliche Spiele zum Zählen der anwesenden Kinder im Morgenkreis mit der Gesamtgruppe durchzuführen. Der Kontrollgruppe wurden zur Förderung mathematischer und schriftsprachlicher Vorläuferfertigkeiten keine Vorgaben gemacht, sodass einrichtungsspezifische Lernangebote stattfanden.

Im November 2013, wurden die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit präsentiert. Dazu waren zahlreiche Personen aus dem Bildungsbereich unserer Einladung gefolgt und haben interessiert den Ausführungen von Fr. Rösch, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Leibniz Institut, zugehört. Die Studie war davon ausgegangen, dass sowohl im mengen- und zahlenbezogenen Vorwissen, als auch in der phonologischen Bewusstheit mit der Kybernetischen Methode größere Lernzuwächse erzielt werden können.

Im Bereich schriftsprachlicher Vorläuferfertigkeiten erzielten die Kinder der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant höhere Lernzuwächse in der phonologischen Bewusstheit. Für den Bereich der Mengen-, Zähl- und Rechenkompetenz ergab die statistische Analyse nur für jene Kinder der Versuchsgruppe einen signifikant größeren Lernzuwachs, deren Kindergartenpädagoginnen sich an die Vorgaben des Trainingsprogramms hielten und genügend Zeit in die Förderung investierten.

Für die Anwendung der Kybernetischen Methode im Kindergarten bedeutet das, dass sich die Kinder unter Einhaltung der Vorgaben und bei systematischer und planmäßiger Förderung deutlich größere Lernzuwächse erzielen.

Einen detaillierten Forschungsbericht senden wir Ihnen auf Wunsche gerne zu.