Neugestaltetes Caritas-Kompetenzzentrum soll Barrieren abbauen

 Architekt DI Klaus Zellinger, Caritas-Rektor Bischofsvikar Mag. Max Mittendorfer, Dr.in Gertraud Assmann, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, Prim. Priv. Doz. Dr. Johannes Fellinger, Institut für Sinnes- und Sprachneurologie, Konventhospital Barmherzige Brüder, Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn, Mag.a Maria Sumereder, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, Direktor Gerhard Reischl, Landesmusikschule Leonding, Landesrätin Mag.a Doris Hummer, Bischof Emeritus Dr. Maximilian Aichern, Caritas-Direktor Franz Kehrer, MAS stehen vor dem Gebäude und schneiden ein Band durch.

Akustisch optimierte Räume, barrierefreie Zugänge zu allen Bereichen, Orientierungshilfen für sehbeeinträchtigte Menschen – in neuem Glanz und in jeder Hinsicht auf die Bedürfnisse seh- und hörbeeinträchtiger Menschen abgestimmt, präsentiert sich das neu gebaute Caritas-Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung, das heute im Beisein von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, den Landesrätinnen Mag.a Doris Hummer und Mag.a Gertraud Jahn, Bürgermeister MMag. Klaus Luger sowie Bischof Emeritus Dr. Maximilian Aichern feierlich eröffnet wurde.

Das Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung wurde 1812 gegründet und gehört seit 2002 zur Caritas für Menschen mit Behinderungen. In den letzten Jahren wurden einzelne Teile des Zentrums erneuert, 2013 startete der letzte Bauabschnitt, der nun seinen Abschluss fand. Die Räumlichkeiten wurden zeitgemäß und den modernen Standards entsprechend gestaltet. Auf rund 3.000 m² entstand ein helles, freundliches Gebäude, das nicht nur mit neuerster Technik (musikübertragender Schwingboden im Musikraum, geringe Nachhallzeiten und Blinklicht-Alarmierungssystem für Hörbeeinträchtige, etc.) überzeugt, sondern dank neuer Begegnungszonen die Kinder und Jugendlichen der einzelnen Bereiche näher zueinander bringt.
Der Neubau wurde überwiegend vom Land OÖ. sowie auch mit Eigenmitteln der Caritas finanziert. Caritas-Direktor Franz Kehrer, MAS, bedankte sich beim Land OÖ. für die finanzielle Unterstützung: „Dank dieses Beitrages kann das Zentrum nun mit modernsten Standards an einem Ort vielfältige Kompetenzen für Kinder und Jugendliche mit Sinnesbeeinträchtigungen zur Verfügung stellen, um ihnen Wege und Chancen für ein möglichst selbstständiges Leben zu eröffnen.“

Das Leben möglichst aus eigener Kraft gestalten
Worauf es im Kompetenzzentrum ankommt, bringt Mag.a  Maria Sumereder, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, auf den Punkt: „Es ist uns in der Caritas sehr wichtig, Menschen so zu fördern, dass sie ihr Leben möglichst aus eigener Kraft gestalten können. Vom Kindergarten an bis zur Berufsausbildung bieten wir am Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung ein umfassendes Angebot für gehörlose, schwerhörige bzw. blinde Kinder und junge Menschen.“  
Neben der Hand-Werk Ausbildungsassistenz, die mobile Beratung und Unterstützung für hörbeeinträchtigte Menschen in der Berufsschule und am Arbeitsplatz bietet, beheimatet das neue Kompetenzzentrum den heilpädagogischen und integrativ geführten Kindergarten, sowie heilpädagogische Wohngruppen und elf integrative und heilpädagogische Hortgruppen. Insgesamt werden derzeit 335 Kinder und Jugendliche betreut und begleitet.

Die heilpädagogische Arbeit erfolgt sowohl in Laut- als auch in Gebärdensprache. Das Kompetenzzentrum für Hör- und Sehbildung arbeitet hier eng mit dem Zentrum für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder (ISSN) zusammen, das die medizinisch-therapeutische und psychologische Versorgung der Kinder im Zentrum sichert. Auch die Musikschule Leonding hat einen Standort im Caritas-Kompetenzzentrum, sodass auch für Kinder mit Beeinträchtigungen musikalische (Früh)Förderung vor Ort möglich ist. „Durch interdisziplinäre Arbeit mit Kooperationspartnern vor Ort  können wir Betroffenen und ihren Familien ein Netz an Sicherheit bieten, besonders aber den jungen Menschen eine starke und tragende Grundlage für ein selbständiges und geglücktes Leben“, so Mag.a Maria Sumereder.