„Was machst du mit mir?“

Foto v.l.n.r.: Mag.a Maria Sumereder, Geschäftsführerin Caritas für Menschen mit Behinderungen, Dr.in Gertraud Assmann, Geschäftsführerin Caritas für Menschen mit Behinderungen, Mag. Stefan Pimmingstorfer Abteilungsleiter Wohnen St. Pius,  Elisabeth Bauer, IMOZ Austria, Dr.in Cora van der Kooij, NL, Begründerin des Pflegemodells "Mäeutik"

 

Die Caritas für Menschen mit Behinderungen veranstaltete in Kooperation mit der Caritas für Betreuung und Pflege am Montag, den 26. September unter dem Motto „Was machst du mit mir?“ eine Fachtagung zum Thema Mäeutik.

Einen Tag lang konnten sich die 150 TeilnehmerInnen in den Hörsälen der Fachhochschule OÖ, Campus Linz Vorträge zum Betreuungs- und Pflegemodell Mäeutik anhören und an Workshops teilnehmen.

Bereits 2010 starteten MitarbeiterInnen von St. Pius, der Caritas-Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung in Steegen/Peuerbach, gemeinsam mit Mäeutik-Begründerin Dr.in Cora van der Kooij ein österreichweites Pilotprojekt. In diesem wurde ein mäeutisches Betreuungs- und Pflegemodell für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung entwickelt.

Was versteht man unter Mäeutik?

Das mäeutische Betreuungs- und Pflegemodell hat einen „personenzentrierten Ansatz“ und kombiniert Beziehungsarbeit mit Fachwissen. Die Zielsetzung in der mäeutischen Arbeit hängt stark von den Motiven und Vorstellungen der KlientInnen ab: Was möchte der betreute Mensch, was sind seine Bedürfnisse, seine Wünsche und Anliegen. Das verlangt von den Pflegekräften genaues Beobachten, abschätzen der Möglichkeiten und das Vermitteln auf psychischer, sozialer und physischer Ebene. Ganz wichtige Faktoren in der mäeutischen Arbeit sind daher die Reflexion, sowie die Kommunikation innerhalb des BetreuerInnen-Teams.

Josef Ratzenböck, MA, Leiter des Bereichs „Wohnen“ in St. Pius nennt diesen personenzentrierten Ansatz als Grund dafür, dass sich das mäeutische Betreuungs- und Pflegemodell sehr gut in die vorhandenen pädagogischen Konzepte der Caritas für Menschen mit Behinderungen einfügt. Somit stellt das mäeutische Modell ein hilfreiches Bindeglied zwischen pädagogischer Begleitung und den Pflegetätigkeiten dar.

2016 und 2017 werden nun bereits mehrere MitarbeiterInnen von St. Pius ihre Mäeutik-TrainerInnen-Ausbildung in St. Pius absolvieren und im Anschluss die ersten internen Basiskurse in St. Pius abhalten. Somit ist die Qualität in der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen wirksam und langfristig gesichert.