FFSt - Fach- und Forschungsstelle für Migration, Integration und interkulturelle Bildung

Teamfoto: Die Frauen der Fach- und Forschungsstelle lachen in die Kamera.

Ziel der Fach- und Forschungsstelle für Migration, Integration und interkulturelle Bildung (FFSt) ist die interkulturelle Sensibilisierung und Professionalisierung von MultiplikatorInnen in den öffentlichen Dienstleistungen (Bildung, Gesundheit, Soziale Arbeit, Verwaltung, Polizei) sowie von MigrantInnen und Freiwilligen.

Die Fach- und Forschungsstelle ist Anlauf-, Service- und Vernetzungsstelle für RollenträgerInnen aus diesen Bereichen. Das Tätigkeitsfeld der FFSt umfasst einen breiten Aufgabenbereich (u.a. Durchführung zielgruppenspezifischer Weiterbildungen, Bearbeitung von Einzelanfragen, Unterstützung der interkulturellen Öffnung öffentlicher Dienstleistungen).

Mag.a(FH) Mag.a Brigitte Egartner:
Juristin und Sozialmanagerin, Teamleitung der FFSt

Mag.a Manuela Angerer:

Soziologin, in der FFSt zuständig für die Bereiche Gesundheit und Verwaltung

Michaela Lehofer:
Studium der Soziologie, in der FFSt zuständig für die Bereiche Bildung, Polizei und die Zielgruppe der Personen, die sich freiwillig engagieren

Die FFSt fördert das gegenseitige Verständnis und den wertschätzenden Umgang mit Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft.

Zielgruppen sind MultiplikatorInnen aus den Bereichen:

  • Bildung (Kindergärten, Schulen, Horte)
  • Gesundheit (Krankenhäuser, Einrichtungen für ältere und pflegebedürftige Menschen, sonstige GesundheitsdienstleisterInnen)
  • Soziale Arbeit
  • Gemeinden und Verwaltung
  • Polizei
  • Personen, die sich freiwillig engagieren
  • MigrantInnen
  • Schulungen, Vorträge und Weiterbildungsangebote rund um die Themen Migration & Integration
  • Beratung von MultiplikatorInnen zu Fragen im interkulturellen Kontext
  • Anregung, Begleitung und Durchführung von Forschungsarbeiten
  • Unterstützung und Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung von Integrationsprojekten
  • Organisation und Moderation von Vernetzungstreffen
  • Reflexions- und Vernetzungsmöglichkeit für MultiplikatorInnen
  • ReferentInnenpool für kultur- und themenspezifische Bereiche
  • DolmetscherInnenpool

Weiterbildungen

Die Weiterbildungsangebote der FFSt werden individuell mit und für die Bedürfnisse der RollenträgerInnen ausgearbeitet. Dabei wird Wert auf praxisnahe und theoretisch fundierte Fortbildungen gelegt.

Den interkulturellen Trainings der FFSt gemeinsam ist der kulturallgemeine Zugang. Der häufig zu beobachtenden vorschnellen Kulturalisierung wird durch eine kultursensible Herangehensweise entgegengewirkt.

Beispiele für Trainingsangebote
Für alle Zielgruppen:

  • Schulungen rund um interkulturelle Kompetenz: theoretische Grundlagen zu Kultur und Identität (Kultursensibilisierung vs. Kulturalisierung), interkulturelle Kommunikation, Das Eigene und das Fremde, bewusster Umgang rund um das Spannungsfeld Vielfalt & Vorurteile …
  • Hintergrundinformationen für alle, die sich im Durcheinander von Begriffen und Zeitungsmeldungen im Kontext von Migration & Flucht nicht mehr auskennen

 

Bildung:

  • Entwicklung einer vorurteilsbewussten Pädagogik
  • Welche Möglichkeiten eröffnen sich für Kinder, Eltern und PädagogInnen durch kulturelle Vielfalt?
  • Lebenswelten von MigrantInnenkindern und ihren Familien

 

Gesundheit:

  • Wie lässt sich der Arbeitsalltag in Gesundheits- und Pflegeberufen kultursensibel gestalten?
  • Macht Migration krank?
  • Was ist das Kulturelle bei PatientInnen/BewohnerInnen aus anderen Herkunftsländern und was nicht?
  • Arbeiten in multiethnischen Teams
  • Laiendolmetschen im Gesundheitswesen

 

Soziale Arbeit:

  • Interkulturelle Sozialarbeit ist kein Rezeptekochen (Mechanismen von Mehrheits- und Minderheitsidentität(en), Erweiterung von Handlungsspielräumen im Arbeitsalltag u.v.m.)
  • Umgang mit Dolmetschsituationen im sozialarbeiterischen Kontext

 

Verwaltung:

  • Inputs und Workshops für Gemeinden, insbesondere in denen Flüchtlingsquartiere eingerichtet werden bzw. Konventionsflüchtlinge und Subsidiär Schutzberechtigte untergebracht werden (z.B. zu Themen wie Migration und Recht, Überblick über die österreichische Integrationspolitik u.v.m.)
  • Wie können faire Chancen und Zugangsmöglichkeiten für alle BürgerInnen in Oberösterreich gewährleistet werden?

 

Polizei:

 

Freiwillige:

  • Angebote für Initiativen und Pfarren rund um Zuwanderung & Flucht
  • Welche Möglichkeiten der Migration nach Österreich werden genutzt und was sind die Konsequenzen daraus?
  • (Be)Deutungsmöglichkeiten der Begriffe Integration, Kultur und Identität

 

MigrantInnen:

  • Laiendolmetschen – Sicherheit im Umgang mit (herausfordernden) Dolmetschsituationen
  • Wie kann mit Rassismen und Diskriminierung im Alltag umgegangen werden?
  • Welche Lösungsmöglichkeiten existieren im Umgang mit Konflikten in multiethnischen Teams?
  • Stärkungs- und Selbstreflexionsprogramm für alle, die ihre (kulturelle) Vielfalt entdecken und nutzen wollen
  • Was fördert/hindert MigrantInnen daran, integrationspolitische Maßnahmen in Anspruch zu nehmen?

Forschungsprojekt zu MigrantInnen im Pflegeberuf

Der 2015 fertiggestellte Forschungsbericht mit dem Titel „Zukunftsperspektive Pflege? Ausbildungs- und Arbeitssituation von MigrantInnen am Beispiel Oberösterreich“ kann auf Anfrage gerne per Mail übermittelt werden. Werfen Sie hier einen Blick in das Inhaltsverzeichnis oder in die Kurzfassung:

Die FFSt führt das Qualitätssiegel der OÖ Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtungen.