„Lesehund“ - ein tiergestütztes Angebot zur Förderung der Lesekompetenz

Das Angebot der „Lesehunde“ richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Leseschwierigkeiten aus bildungsbenachteiligten Familien sowie an jene mit eingeschränkten sprachlichen oder finanziellen Ressourcen.

Viele Kinder haben Leseschwierigkeiten, die sich nur durch gezieltes Üben beseitigen lassen. Leider lesen gerade die betroffenen Kinder und Jugendliche nicht gerne. Aus Angst vor Kritik sinkt die Motivation das (laute) Lesen zu üben. Lesehunde helfen, Ängste und Zweifel zu überwinden und die Lesekompetenz zu steigern. Ein Lesehund hört zu – geduldig und ohne zu korrigieren, übt keine Kritik und erzeugt ein Gefühl der bedingungslosen Akzeptanz. Er kommt einmal pro Woche in die Caritas-Einrichtung. In einem ruhigen Raum liest das Kind „seinem“ Lesehund vor. Eine ausgebildete Begleitperson fungiert als Beobachter oder Beobachterin. Sollte eine Hilfestellung notwendig sein, wird diese über den Hund gegeben, z.B. „Der Hund hat das nicht verstanden. Lies es ihm bitte noch einmal vor“.

Von zwölf Kursblöcken können 72 Schülerinnen und Schüler und ca. sechs bis zehn Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen profitieren.

Ziel ist die Steigerung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen. Negative lesenbezogene Emotionen (wie Nervosität, Stress, Angst) sollen durch den Lesehund mit positiven Erfahrungen und Emotionen (wie Freude und Entspannung) ersetzt werden. Dadurch wird die Eigenmotivation zu lesen gesteigert.

 

Zielgruppe: Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren, die in Caritas-Einrichtungen betreut werden.

Angebot: 12 Kurse á 6 Wochen mit je 6 Kindern, eine Stunde pro Woche, in den jeweiligen Caritas-Einrichtungen. Die Termine werden individuell vereinbart.

Projektdauer: September 2020 bis 30. Juni 2021

 


Siegerprojekt des Bank Austria Sozialpreis 2020. Finanziert durch das Preisgeld der Bank Austria.