Spiti: Mensch und Natur im Licht Nordindiens – eine Bilderreise mit Musik

Foto: Heimleiter Michael Grabner mit Erika, Peter und Mutter Berta Pischlöger

 

1979 führte die erste Fernreise Peter und Erika Pischlöger nach Thailand. Da hat sie das Reisefieber gepackt – und seither haben sie fast die ganze Welt bereist. Seit 1995 erkundeten sie die neuen Reiseziele abseits von Touristenrouten – und zwar auf Trekkingtouren. So auch im Jahr 2013, als sie Nordindien bereisten.

Am 26. April 2017 ließen Peter und Erika die SeniorInnen des Caritas-Seniorenwohnhauses St. Anna an ihren Reiseerlebnissen teilhaben. Mit einer professionellen, mit Musik untermalten Bilderreise fesselten die beiden das Publikum. Knapp die Hälfte der BewohnerInnen war zum Vortrag gekommen. „Schön“, „faszinierend“, „traumhaft“, „wunderbar“, „so schöne Aufnahmen“– so die Stimmen der begeisterten ZuschauerInnen.

Während ihrer dreiwöchigen Reise wanderten die beiden in einer 15-köpfigen Gruppe 9 Tage lang in Spiti, in der Grenzregion zu Tibet und Ladakh,  in einer Höhe von meist 6.000 bis 7.000 Höhenmeter. Sie schliefen nachts in Zelten bis auf die ein oder andere Nacht, die sie bei Einheimischen verbrachten. Das Gepäck wurde von Yaks und später von Mulis getragen.

Fasziniert waren Peter und Erika insbesondere von den Klöstern, von der bizarren Landschaft und vor allem von den Eindrücken von der Lebensweise der Menschen. Es gibt auf der ganzen Welt kein höhergelegenes Gebiet, das von Menschen dauerhaft besiedelt ist. Die Menschen dort führen ein mühevolles Leben. Während des Sommers leben sie von der Ernte der Gersten- und Erbsenfeldern, die selbst auf dieser Höhe gedeihen. Zudem sind die Yaks überlebenswichtig: diese in Zentralasien verbreitete, sehr robuste Rinderart dient als Lasttier und hilft bei der schweren Feldarbeit. Zudem ist es Lieferant von Milch, Fell, Haut und Fleisch. In diese entlegenen Gebiete dringt kein Fahrzeug, keine Maschine. Alles ist mühsamste Handarbeit. Während des Winters sind die Siedlungen eingeschneit. Die Männer verbringen die Winter meist in Indien, wo sie arbeiten. Gleichzeitig ist zu Hause ein Esser weniger satt zu bekommen. Es gibt auch keine Schulen oder Krankenhäuser. So verlaufen viele Krankheiten – wie z.B. ein Blinddarmdurchbruch – tödlich. Die Kinder sind entweder in Indien im Internat, damit sie eine Schule besuchen können – oder häufiger werden sie von reisenden Lehrern unterrichtet, die für wenige Wochen im Jahr in die Siedlungen kommen.

Die karge Landschaft, die Schönheit der Natur, der Blick auf die Achttausender – v.a. auf den Prinzessinenberg Chau Chau Kang Nilda und den 6060m hohen Kinnar Kailash, die Klöster, Tempelanlagen, Gebetsfahnen und Mönche als Zeichen des buddhistischen Glaubens, wunderschöne Fossilien – all das faszinierte nicht nur Peter und Erika Pischlöger bei ihrer Reise, sondern auch das Publikum in St. Anna. „Ich war selbst in Indien und Nepal – es war traumhaft“, so eine Seniorin. „Wie ist es mit der Luft und Atmung in dieser Höhe?“, fragte eine andere. „Man muss sich akklimatisieren, langsam gehen und viel trinken“, so die Antwort des reiselustigen Paares.

„Mit diesem Vortrag möchten wir uns für die wunderbare Pflege hier in St. Anna bedanken. Die Leute werden so liebevoll betreut – und da wollten wir etwas zurückgeben“, erklärt Peter Pischlöger am Ende seines Vortrags. Seine 90 jährige Mutter – Berta Pischlöger – lebt seit Juli 2016 in St. Anna. Es war ein wirklich kurzweiliger Nachmittag. Ein großer Dank für diese wunderbaren Einblicke an Peter und Erika Pischlöger!

Nähere Informationen zu dieser und anderen Reisen: www.peterpischloeger.at

  • Bildquelle: www.peterpischloeger.at

    Bildquelle: www.peterpischloeger.at

  • Bildquelle: www.peterpischloeger.at

    Bildquelle: www.peterpischloeger.at