Afrikanisches Kind mit Trinkwasserflasche

Augustsammlung 2017

Für eine Zukunft ohne Hunger

Hilfe > Hunger

Weltweit stirbt alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger. Mangelernährung ist eine stille Bedrohung für Millionen Kinder, denn sie brauchen ausgewogene Ernährung und sauberes Trinkwasser, damit sie wachsen und sich gut entwickeln. Andernfalls drohen bleibende körperliche, geistige und seelische Schäden. Wer permanent Hunger hat, wird öfter krank, kann in der Schule nicht lernen und hat keine Kraft. Unterernährung schwächt Kinder oft so stark, dass eine harmlose Durchfallerkrankung zu einer lebensbedrohlichen Gefahr wird.

Hungersnot in Ostafrika

Weite Teile Ostafrikas wie auch die Sahelzone stehen vor einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngsten Geschichte. Mehr als 20 Millionen Menschen drohen zu verhungern. Betroffen sind die Länder Äthiopien, Somalia, Uganda, der Südsudan und ganz besonders Kenia. Anhaltende Dürre und bewaffnete Konflikte haben die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Vor allem Kinder und ältere Menschen sind akut in Lebensgefahr.

Allein in Kenia wissen mehr als 2,7 Millionen Menschen nicht, wie sie an ihre nächste Mahlzeit kommen sollen. Mütter und Väter wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Im Norden Kenias sind ganze Landstriche ausgetrocknet. Seit über einem Jahr hat es nicht mehr ausreichend geregnet. Mittlerweile sind 80 Prozent des Viehs verendet. Wenn die Tiere sterben, dann stehen die Menschen vor dem Nichts: denn die Tiere geben nicht nur Milch und Fleisch, sie sind auch wichtig für den Transport. Ohne Tiere können Menschen nicht mehr zu den Wasserstellen gehen, was bedeutet, dass viele inmitten der Steinwüsten festsitzen.

 

Caritas HelferInnen im Kampf gegen den Hunger

In den am stärksten betroffenen Ländern der Welt unterstützen Caritas HelferInnen mit der wichtigen Hilfe von Spenderinnen und Spendern Menschen im Kampf gegen den Hunger.

In der Akutphase einer Hungerkatastrophe gilt es, die Menschen so rasch wie möglich mit Trinkwasser sowie Essen zu versorgen. Vor allem unterernährte Kinder und alte Menschen bekommen Zusatznahrung, damit ihre geschwächten Körper besser gegen Krankheiten gewappnet sind. Caritas HelferInnen verteilen Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente und Hygieneartikel. In Ernährungszentren werden schwer unterernährte Kleinkinder versorgt.

 

Erfolgreiche Initiativen gegen den Hunger: Hilfe für 240.000 Menschen

Die Caritas leistet aber nicht nur Nothilfe in Krisenzeiten. Derzeit betreuen wir 50 Projekte für eine Zukunft ohne Hunger und arbeiten so an der langfristigen Bekämpfung des Hungers.

Hilfe gegen den Hunger in der D.R. Kongo

Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund zwei Drittel der Bevölkerung in der DR Kongo müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Der Staat, von vielen Kriegen und Unruhen erschüttert, hat nur wenige finanzielle Mittel, um die nötige Infrastruktur aufzubauen. Kein funktionierendes Kanal- und Wassersystem, sowie kaum öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Spitäler sind die Folge. Die Bevölkerung ist auf sich selbst gestellt. 70 Prozent aller Menschen im Kongo, das sind 60 Millionen Menschen, sind unter- oder mangelernährt, 43 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sind unter- oder mangelernährt.

Die Caritas unterstützt neben Ernährungsstationen für unterernährte Kinder vor allem Projekte im Bereich Landwirtschaft und Brunnenbau. In den Landwirtschaftsprojekten erhalten die KleinbäuerInnen neben Saatgut und Werkzeug sowie Nutztieren auch das nötige Know-How vermittelt. Durch das Steigern der Produktion wird nicht nur die Grundversorgung mit Nahrung gesichert. Der Ernte-Überschuss kann am Markt verkauft werden. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf können die Familien das Schulgeld ihrer Kinder und ihre medizinische Versorgung bezahlen.

 

Wegsehen ist keine Option: Wir müssen jetzt dringend helfen!

Die aktuellen humanitären Katastrophen zeigen deutlich, dass akute Not- und Überlebenshilfe über einen langen Zeitraum geleistet werden muss. Gleichzeitig müssen wir daran arbeiten, dass sich die Ernährungssituation der Menschen langfristig verbessert. Hunger ist eine globale Tragödie, aber gemeinsam können wir helfen.

 

Nothilfepakete:

15 Euro kostet die Spezialnahrung, mit dem ein unterernährtes Kind neun Monate versorgt werden kann.

Mit 20 Euro schenken Sie Hühner für eine Familie.

Für 35 Euro erhält eine Bauernfamilie Saatgut und Werkzeug für die nächste Ernte.