Augustsammlung 2016

Für eine Zukunft ohne Hunger

Jeden Tag verhungern weltweit 8.000 Kinder. In jeder Minute sind das fünf Kinder, die nicht überlebensfähig sind, weil sie mit viel zu geringem Gewicht auf die Welt gekommen sind oder die das erste Fieber nicht überleben. Kinder, deren Familien vor den Kämpfen in ihrer Heimat flüchten mussten oder Menschen, die ihre Felder nicht bestellen konnten.

Hunger ist eine globale Tragödie, aber gemeinsam können wir helfen. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen verhungern. Die aktuellen humanitären Katastrophen in Äthiopien und im Nahen Osten zeigen deutlich, dass Not- und Überlebenshilfe über einen langen Zeitraum geleistet werden muss, um den Menschen wirklich zu helfen.

 

Millionen Menschen stehen in Äthiopien vor dem Nichts – die Caritas hilft mit Saatgut und Nutztieren

Das Wetterphänomen El Nino hat in Afrika die schlimmste Dürreperiode seit 30 Jahren verursacht. Die Hunger-Hotspots liegen im Osten: Südsudan, Somalia und Äthiopien. Und im Süden: Malawi,
Simbabwe und Südafrika. Mindestens 50 Millionen Afrikaner sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

Immer wieder ist Äthiopien von Naturkatastrophen betroffen. Während El Nino im vergangenen Winter
und Frühling im Süden für heftige Regenfälle und Überschwemmungen sorgte, war er vor allem im Norden und Osten des Landes für ausgedörrte Erde, zerstörte Ernten und versiegte Brunnen mitverantwortlich. Eine absolut dramatische Situation für ein Land wie Äthiopien, in dem weit über 80 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Mehr als 10 Millionen Menschen stehen vor dem Nichts.

Die Caritas Österreich arbeitet seit über 20 Jahren mit den Diözesen Meki und Awassa in den Bereichen Bildung, Gesundheit und nachhaltiger Landwirtschaft zusammen. Dringend erforderliche Nothilfe für Kinder und alte Menschen wurden bereits gestartet: Kleinkinder bekommen hochwertige und eiweißreiche Nahrung, ältere Kinder bekommen im Rahmen des Schulbesuchs zumindest eine warme Mahlzeit am Tag. Alte Menschen, die kein Einkommen haben und auch nicht von den Regierungsprogrammen profitieren, bekommen spezielle Hilfe. Bäuerinnen und Bauern erhalten dringend benötigtes Saatgut sowie Unterstützung durch den Ankauf von Nutztieren. Neben Ziegen und Schafen erhalten sie Ochsen für das Bestellen der Felder, Esel für den Transport.

 

Millionen Kinder auf der Flucht wachsen im Nahen Osten in Not und ohne Zukunftsperspektive auf – die Caritas unterstützt sie mit Akuthilfe und Bildungsprogrammen

Heuer sind im Nahen Osten mehr als 12 Millionen Menschen auf Überlebenshilfe angewiesen. 4,7 Millionen Menschen sind allein aus Syrien hauptsächlich in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und die Türkei geflohen. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Millionen Flüchtlingskinder sind traumatisiert und leiden an Hunger, brauchen dringend Lebensmittel und Medikamente. Sie leben in zerstörten Häusern, Baracken und Zelten. Die meisten haben keinen Zugang zu Bildung oder Schule. Eine ganze Generation wächst heran, ohne die Chance auf Sicherheit und ohne Zukunftsperspektiven.

Die Caritas und ihre SpenderInnen unterstützen seit Ausbruch der Krise 2011 tausende Flüchtlingsfamilien mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygienepaketen sowie Matratzen, Decken und Küchenutensilien. Familien, die dringend medizinische Hilfe benötigen, werden mit Medikamenten versorgt. Zusätzlich zu der humanitären Hilfe in den einzelnen Ländern unterstützt die Caritas Österreich Schulprogramme vor Ort, sowie psychosoziale Maßnahmen.

 

20 neue langfristige Projekte für eine Zukunft ohne Hunger

Neben der akuten Hungerhilfe wirkt die Caritas mit Spendenunterstützung nachhaltig an der langfristigen Bekämpfung des Hungers mit und startet heuer 20 neue Projekte für eine Zukunft ohne Hunger. Mit Maßnahmen zu verbesserten Anbaumethoden, sowie Schulungen zu Kompostierung, Düngung, Lagerung und Vermarktung der Ernte und durch die Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Nutztieren unterstützt die Caritas dabei insgesamt 100.000 Menschen oder 15.000 Familien in Not in den am stärksten betroffenen Ländern der Welt.

 

Jetzt helfen!

Die aktuellen humanitären Katastrophen zeigen deutlich, dass akute Not- und Überlebenshilfe über einen langen Zeitraum geleistet werden muss. Gleichzeitig müssen wir daran arbeiten, dass sich die Ernährungssituation der Menschen langfristig verbessert. Hunger ist eine globale Tragödie, aber gemeinsam können wir helfen.

 

Nothilfepakete:

Äthiopien:

Für 35 Euro erhält eine Bauernfamilie genügend Saatgut für die nächste Ernte.

Naher Osten:

Mit 30 Euro unterstützen Sie ein syrisches Flüchtlingskind einen Monat lang mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung.