Osthilfesammlung 2020

Caritas und Osthilfe-Fonds der Diözese Linz unterstützen Menschen in Not im Osten Europas!


Der Osthilfe-Fonds und die Caritas Oberösterreich bitten gemeinsam um Spenden für Menschen - vor allem Kinder - in Not in Mittel- und Osteuropa.

Helfen Sie Kindern in Krisensituationen! 

Zuhause ist dort, wo unsere Familie ist, wo warmes Essen wartet. Es ist dort, wo man Sorgen teilt und Trost findet. Dort, wo Erwachsene für Kinder da sind. Wo jemand ist, der bei den Hausaufgaben hilft. Wo Kinder Kinder sind und zu glücklichen Erwachsenen werden. 

Auch der sechsjährige Adrian aus Rumänien hat so ein Zuhause. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinen vier Geschwistern Ema, Dorin, Lucian, Mircea lebt er in Nadrag, einem kleinen Ort in der Nähe von Temeswar, im westlichen Teil Rumäniens. Für eine warme Mahlzeit fehlt oft das Geld, geheizt wird mit Holz aus dem umliegenden Wald.  Adrians Vater hält die Familie mit Gelegenheitsjobs nur schwer über Wasser. Arbeit ist in Nadrag rar, die Löhne sind gering. Die siebenköpfige Familie lebt  in einer Wohnung im zweiten Stock eines verfallenen Hauses. Zwei bewohnbare Räume gibt es hier: Eine Küche und ein 20-Quadratmeter-Zimmer zum Essen, Wohnen und Schlafen. 

Jedes fünfte Kind beziehungsweise 387 Millionen Kinder leben laut UNICEF weltweit so oder so ähnlich wie Adrian. Sie befinden sich in einer Krisensituation. 

Bildung > Armut

Bildung ist das effektivste Mittel gegen Armut. Wer die Schule absolviert, hat als Erwachsener höhere Chancen, eine Arbeit zu finden und davon leben zu können. Bildung ist nicht nur für jedes einzelne Kind, sondern für die Entwicklung der gesamten Gesellschaft wichtig. Laut UN-Kinder-Hilfswerk UNICEF gehen rund 124 Millionen Kinder weltweit aktuell nicht in die Schule, und knapp 40 Prozent der Kinder, die die Volksschule abschließen, können nicht ausreichend lesen, schreiben oder einfache Rechenaufgaben lösen. 

Halt und Perspektive im Kinderzentrum

Egal, wo: Mit der richtigen Unterstützung sind Kinder neugierig, wissbegierig, wollen lernen und ihre eigenen Fähigkeiten entdecken. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Kindern dabei helfen, ihr Potenzial zu entfalten.  

Adrian und seine Geschwister gehen seit Kurzem jeden Tag nach der Schule in eine Kindertagesstätte der Caritas, nur 15 Minuten zu Fuß von ihrem Zuhause entfernt. Hier bekommen sie eine warme Suppe, Kartoffelpüree oder einen Braten mit Brot - Ihre einzige warme Mahlzeit am Tag. Das Essen ist für Adrians Eltern ein wesentlicher Anreiz, um ihre Kinder ins Tageszentrum zu schicken. Die Kinderzentren bieten aber noch viel mehr: Kinder haben Platz zum Hausübung machen, Zeit zum Spielen, einen Ort, um sich aufzuwärmen, bevor sie in die oft kalten Wohnungen zurückkehren.

Weltweit gibt es 70 Kinderzentren der Caritas: 44 davon in Osteuropa, jeweils 13 in Asien und Afrika. Tausenden Kindern geben diese Kindertagesstätten Sicherheit, eine Umgebung zum Lernen und Spielen, die zu Hause oft nicht vorhanden ist. Und das schafft Perspektiven, für die es sich lohnt, zur Schule zu gehen. Das kann man auch an Adrian aus Nadrag beobachten: „Wenn ich groß bin, möchte ich Polizist werden“, verrät er seine Zukunftspläne. Wir hoffen, es gelingt! 

 

Der Osthilfefonds und die Caritas bitten alle Pfarren in Oberösterreich, diese Sammlung zu unterstützen.

Aus den Mitteln der Osteuropa-Sammlung werden auch pastorale Aufgaben des Osthilfefonds der Diözese Linz unterstützt. Im Mittelpunkt stehen dabei kirchliche Jugendarbeit, Ausbildung von Freiwilligen in den Pfarren, soziale Projekte für Kinder und Jugendliche sowie Aktivitäten zur Stärkung von Familien (wie z.B. Aufbau einer Familienberatungsstelle in Weißrussland).