Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Ein tierischer Gast

Welch positiven Einfluss ein Tier auf Menschen hat, haben die 16 Studierenden der 7D – der Diplomklasse Altenarbeit – während einer Unterrichtseinheit im Oktober am eigenen Leib erfahren. Studienkoordinatorin Ursula Robausch-Weichhart lud Birgit Höfer mit ihrem Therapiehund Nelson ins Caritas-Ausbildungszentrum am Linzer Schiefersederweg ein. 

Im Fach Methodik und Didaktik in der Altenarbeit stand nämlich das Thema „Naturgestützte Betreuung“ auf dem Programm. Gerontogärten, Beziehungen zu Tieren und Chronobiologie spielen dabei eine wesentliche Rolle. „Mit dem Besuch des Therapiehundeteams wollte ich die generellen Ziele von naturgestützter Betreuung veranschaulichen, also den Erhalt von Lebenskontinuität sowie die Förderung und Erhaltung physischer und geistiger Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig bietet diese Betreuungsmethode eine sinnvolle Beschäftigung mit positiven Auswirkungen auf Stimmung, Herzschlag, Blutdruck, usw.“ erklärt Robausch-Weichhart.

Birgit Höfer ist mit ihrem Therapiehund bei Menschen mit Beeinträchtigung, bei Kindern und bei älteren Menschen im Einsatz. Sie gab der Klasse einen interessanten Einblick in diese Tätigkeiten. Auch der praktische Teil – das Arbeiten mit Therapiehund Nelson – kam nicht zu kurz.

So erfuhren die Studierenden, dass Tiere ein Gefühl von Geborgenheit und von Gebrauchtsein vermitteln. Das Berühren und Berührt-Werden, Streicheln und Gestreichelt-Werden sind menschliche Grundbedürfnisse, die durch den Kontakt zu Tieren zumindest teilweise befriedigt werden können. Blutdruck und Pulsschlag können ebenso positiv beeinflusst werden und die Glücksgefühle können oftmals Angst und Schmerz überdecken.

Was der Besuch des Therapiehundeteams sofort vermochte, war das Interesse der Klasse zu wecken und Leben in die Klasse zu bringen. Allein durch seine Anwesenheit hat sich die Atmosphäre verändert - die Stimmung war aufgelockert. Umgelegt auf den Einsatz von Therapietieren in der Altenarbeit bedeutet dies, dass ein Tier alleine durch die Anwesenheit zur Steigerung des Wohlbefindens beiträgt.