Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Mit der Veeh-Harfe zur Musik

Almut Wregg – eine angehende Diplom-Sozialbetreuerin in der Familienarbeit an der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Linz – hatte sich ein besonderes Fachprojekt im Rahmen der Altenarbeit ausgedacht. „In meiner Familie wurde schon immer viel musiziert, daher hat Musik für mich eine besondere Bedeutung. Diese Freude am gemeinsamen Musizieren, die einige  BewohnerInnen in ihrer Vergangenheit bestimmt auch erlebt haben, wollte ich mit meinem Projekt wieder wecken", erklärt die engagierte Studierende.

In ihrem Praktikum im Seniorenheim Franckviertel schritt sie zur Tat. „Mit der Veeh-Harfe zur Musik - Möglichkeiten eines Instrumentalunterrichts mit hochbetagten Menschen“ – so lautete der Titel ihres Projekts. Für den Unterricht wählte Wregg die Veeh-Harfe, weil diese ein Saitenzupfinstrument ist, das ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Die Veeh-Harfe ist einfach in der Handhabung, ansprechend in der Formgebung und bezaubernd im Klang. 

„Die Ziele dieses Projektes waren die Lebensfreude alter Menschen zu erhöhen und Neugierde bzw. Interesse an der Musik zu wecken“, erzählt Wregg. „Durch die Beschäftigung mit dem Instrument und das gemeinsame Singen sollten Feinmotorik, Koordination, Konzentration und Gedächtnis gefördert werden.“

Die Ziele des Projekts wurden mehr als erreicht. Bis zu 10 Bewohner und Bewohnerinnen nahmen an den Musikstunden teil. Zusätzlich wurde den BewohnerInnen individuelle Zeit mit der Veeh-Harfe angeboten. „Da ich mit Instrumenten aufgewachsen bin, war mir nie bewusst, wie viel Respekt ein Instrument einflößen kann“, bemerkt Wregg. „Es war erstaunlich zu beobachten, wie sanft und verantwortungsbewusst die BewohnerInnen mit den Instrumenten umgegangen sind. Eine Bewohnerin wagte anfangs kaum, die Harfe zu berühren. Nachdem diese Scheu überwunden wurde, lernte die Bewohnerin beachtlich schnell und wir übten viel. In meiner letzten Musikstunde konnten wir dann zum Gesang aller "Kein schöner Land" gemeinsam zweistimmig spielen - das war für mich und viele der BewohnerInnen wohl der musikalische Höhepunkt!"