Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Auf Praktikum, wo andere Urlaub machen: Caritas-Schülerinnen in Barcelona

Viel Praxiserfahrung sammeln – das gehört zum „Credo“ der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe am Schiefersederweg in Linz-Urfahr. Die Studierenden werden unterstützt, diese Erfahrungen auch im Ausland sammeln zu können. Die angehenden Diplom-Sozialbetreuerinnen für Familienarbeit, Julia Irzl (21), Sandra Jetzinger (24), Agnes Kaineder (19) und Alena Hoser (19), machten ein Praktikum in einem deutschsprachigen Kindergarten in Barcelona.

Wie man Kinder, alte Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen begleitet, unterstützt und betreut, lernen die angehenden Diplom-Sozialbetreuerinnen in den Caritas-Schulen nicht nur aus Büchern. Zur Ausbildung gehören Praktika in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit wie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, Seniorenwohnhäusern oder Kindergärten. Viele nutzen diese Gelegenheit, über den Tellerrand bzw. über die Grenzen Österreichs zu schauen. Julia Irzl aus Linz, Sandra Jetzinger aus Amstetten, Agnes Kaineder aus Kirchschlag und Alena Hoser aus Linz brachen nach Barcelona auf. Zwei Monate lang sammelten sie dort praktische Erfahrungen in einem privaten Kindergarten, der von einem deutschen Ehepaar geführt wird: „Wir haben nie Spanisch gelernt, aber das war auch nicht Voraussetzung. Unsere Aufgabe war es ja, mit den Kindern Deutsch zu sprechen, damit sie es lernen. Ihre Eltern wollen, dass sie später einmal in eine deutschsprachige Schule gehen und in Deutschland studieren können.“ Die vier Schülerinnen kümmerte sich um insgesamt 20 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren. „Am besten hat uns die freie Spielzeit mit den Kindern gefallen, wo wir uns mit unseren eigenen Ideen einbringen konnten“, erzählen die vier jungen Frauen. In der Früh trudelten die ersten Kinder um 8 Uhr ein. Nach der Jause um 10 Uhr ging es zum Spielen in den Garten. „Die Kinder spielen fast nur im Freien. Im Gegensatz zu einem österreichischen Kindergarten gab es aber viel weniger Spielmaterialien oder Bastelsachen“, waren die angehenden Sozialbetreuerinnen überrascht. Völlig neu war für die vier jungen Frauen auch, dass die KindergärtnerInnen selbst für die Kinder kochten.

Eine Herausforderung war für die vier Caritas-Schülerinnen das „leichte Chaos und die Unterstrukturiertheit“ im Kindergarten. „Wir haben auch einen Grund dafür entdeckt: Die Kommunikation im Team hat nicht funktioniert! Das soll uns später im Berufsleben nicht passieren“, reflektieren die vier Schülerinnen auch kritisch. In ihrer freien Zeit entdeckten die Freundinnen die vielen Sehenswürdigkeiten von Barcelona mit Sagrada Familia, Park Güell, den Hafen und die köstlichen Tapas: „In einem anderen Land in einer Großstadt zurecht zu kommen, war für uns schon ein Abenteuer. Aber wir haben festgestellt, dass die Spanier sehr hilfsbereite Leute sind.“ Die vier sind sich einig, dass sie sich von diesem Schulpraktikum nicht nur sehr viel für ihren späteren Beruf, sondern auch für sich persönlich mitnehmen konnten.

Interessiert an einem Sozialbetreuungsberuf?

Am 21. April um 17 Uhr gibt es in der Caritas-Schule am Schiefersederweg 53 in Linz einen Infoabend.
Interessierte erfahren alle Details zu den Ausbildungen in den Sozialbetreuungsberufen Familienarbeit und Altenarbeit. Der Schuleintritt ist in der Regel mit 17 Jahren möglich – mit dem Vorbereitungslehrgang allerdings bereits ab 16. UmsteigerInnen profitieren vom Fachkräftestipendium. Die nächsten Infoabende finden am 19. Mai und 9. Juni, jeweils um 17 Uhr, statt.

Alle Informationen: www.ausbildungszentrum-linz.at