Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Berufsbild: HeimhelferIn

Was macht eine Heimhelferin/ ein Heimhelfer?

HeimhelferInnen unterstützen betreuungsbedürftige Menschen. Das sind Personen aller Altersstufen, die durch Alter, gesundheitliche Beeinträchtigung oder schwierige soziale Umstände nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen.

HeimhelferInnen unterstützen bei der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens. Dies betrifft besonders Personen, die trotz Betreuungsbedarf dennoch in ihrer Wohnung bzw. betreuten Wohneinheit oder Wohngemeinschaft bleiben möchten. HeimhelferInnen arbeiten eigenverantwortlich auf Anordnung von KlientInnen und Angehörigen der Sozial- und Gesundheitsberufe. Die Tätigkeiten der Basisversorgung werden ausschließlich unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt.

Als wichtiges Bindeglied zwischen den KlientInnen, deren sozialem Umfeld und allen anderen Bezugspersonen arbeiten HeimhelferInnen im Team mit der Hauskrankenpflege und den Angehörigen der mobilen Betreuungsdienste.

Eine freiberufliche Ausübung der Heimhilfe ist nicht vorgesehen.

Mindestalter für die Tätigkeit als HeimhelferIn: 18 Jahre

Aufgaben von HeimhelferInnen

  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten (insbesondere für Sauberkeit und Ordnung in der unmittelbaren Umgebung des Klienten/der Klientin sorgen)
  • Beheizen der Wohnung, Beschaffen des Brennmaterials
  • Unterstützung bei Besorgungen außerhalb des Wohnbereiches (Einkauf, Post, Behörden, Apotheke, u.a.)
  • Unterstützung bei der Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten
  • Einfache Aktivierung (z.B. Aufforderung zur Beschäftigung)
  • Förderung von Kontakten im sozialen Umfeld
  • Hygienische Maßnahmen (z.B. Wäschegebarung)
  • Beobachtung des Allgemeinzustandes und rechtzeitiges Herbeiholen von Unterstützung durch andere Berufsgruppen
  • Unterstützung von Pflegepersonen
  • Dokumentation
  • Unterstützung bei der Basisversorgung einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln (Anlage 2)

Ausbildung zur Heimhilfe

Die Ausbildung zur HeimhelferIn ist gesetzlich geregelt und erfolgt in Lehrgängen für Heimhilfe, die z.B. BFI, WIFI, viele private Betreuungsorganisationen und auch einige Gesundheits- und Krankenpflegeschulen anbieten. Zusätzlich beinhaltet der Abschluss einiger Fachschulen ebenfalls die Ausbildung zu HeimhelferInnen.

Aufnahmevoraussetzung ist die Vollendung des 18.Lebensjahres, eine gesundheitliche Eignung, körperliche und psychische Belastbarkeit, positiver Abschluss der 9. Schulstufe, mitunter Führerschein der Klasse B; Aufnahmegespräch.

Die Ausbildung umfasst 200 Unterrichtseinheiten Theorie und 200 Unterrichtseinheiten Praxis.