Zivildiener mit älterer Frau

Unsere Zivildiener stellen sich vor

Max Rastocky

Zivildiener spielt mit Kindern

Max Rastocky, Zivi im Hort St. Isidor

„Ich helfe im Hort von St. Isidor bei der Betreuung der beeinträchtigten Kinder. Ich spiele mit ihnen, unterstütze sie bei den Hausübungen und bereite das Essen vor. Anfangs dachte ich, dass es schwieriger wird. Mittlerweile ist es, als ob ich schon immer hier gewesen wäre. Die Mitarbeiter sind keine Mitarbeiter mehr, sondern Freunde. Und das Schönste ist der Umgang mit den Kindern – man kommt, und sie freuen sich. Wir verstehen uns sehr gut und ich kann mir dadurch auch viel für mich selbst mitnehmen, wie man mit Kindern umgeht.

Früher hatte ich keinen Kontakt zu beeinträchtigten Menschen. Durch den Zivildienst sind sie für mich keine ‚andere Gruppe‘ mehr, sondern ganz normale Menschen. Ich habe eine ganz andere Einstellung zu ihnen bekommen. Das hat mir sehr geholfen.“

Tobias Hager

Zivildiener mit Flüchtlingsfamilie am Bahnhof

Tobias Hager, Zivi in der Rückkehrhilfe

„Ich habe mich für den Zivildienst entschieden, weil ich etwas Sinnvolles mit meiner Zeit machen wollte. Bei der Caritas-Rückkehrhilfe unterstütze ich AsylwerberInnen, die zurück in ihre Heimat möchten. Ich begleite sie bei Behördengängen und bringe sie zum Flughafen. Auch Hausmeister-Arbeiten fallen immer wieder an.

Durch die Arbeit habe ich einen anderen Blickwinkel bekommen, weil ich davor nur mit einem einzigen Flüchtling Kontakt hatte. Sonst kannte ich die Thematik nur aus der Zeitung. Jetzt kenne ich die Geschichten dahinter und kann mir einen eigenen Eindruck machen.

In der Zeit bei der Caritas habe ich gelernt, besser mit Menschen umzugehen – wie man sich mit ihnen auseinandersetzt, offen zu sein und ihnen zuzuhören und sich auch eine eigene Meinung zu bilden, statt sich von jemand anderes etwas vorschreiben zu lassen. Super waren auch die freundlichen MitarbeiterInnen, und in meiner Arbeit war ich sehr flexibel und hatte viel Selbstverantwortung.“

David Enzenhofer

Zivildiener mit Bewohnerin

David Enzenhofer, Zivi im Seniorenwohnhaus St. Anna

„Als Zivi im Seniorenwohnhaus war ich u.a. für Instandhaltungsarbeiten zuständig. Ich habe Lampen gewechselt, Geräteservice gemacht, Zimmer ausgemalt und ausgeräumt, etc. Da ich im ganzen Haus unterwegs war, hatte ich auch viel Kontakt mit den SeniorInnen. Mir war es wichtig, mir auch extra mehr Zeit für sie zu nehmen. Mich hatte es schon länger in den Sozialbereich gezogen und ich wollte etwas mit Menschen tun. Ich wollte auch eine Stelle finden, wo ich mich wohlfühle und in der ich aufgehen kann. Das habe ich hier gut geschafft. Mit den KollegInnen habe ich mich wunderbar verstanden, es war ein sehr angenehmes Arbeitsumfeld.

Menschlich habe ich dabei viel gelernt – vor allem zum Umgang mit dem Tod. Ich habe gemerkt, dass ich lernen muss, mir Sachen aus der Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Dieser Umgang mit Verlust hat mich sehr geprägt.

Der Zivildienst hat mir gezeigt, dass ich auch in Zukunft im Sozialbereich bleiben möchte. Deshalb habe ich mich danach für das Studium an der FH für Krankenpflege entschieden. Mir tut es gut zu wissen, dass ich nicht nur arbeite, um eine höhere Zahl am Konto zu haben, sondern dass ich etwas Gutes tue und dass ein anderer Mensch etwas von dem hat, was ich mache.“

Ardit Skenderi

Zivildiener lernt mit Flüchtling

Ardit Skenderi, Zivi in der Flüchtlingshilfe

„Ich wollte etwas mit Menschen zu tun haben und ihnen weiterhelfen. Deshalb wusste ich, dass die Caritas für mich die richtige Stelle ist. Die Flüchtlingshilfe hat mich am meisten gereizt. Ich komme ursprünglich aus dem Kosovo und wollte mir ein eigenes Bild von dem machen, was man sonst nur aus der Zeitung kennt.

In der Flüchtlingshilfe ist jeder Tag anders. Ab und zu hast du mehr Büroarbeit, dann gibt es Wochen oder Tage, in denen ich viel bei Umsiedelungen helfe. Ich unterstütze die Leute auch bei Behördengängen und lerne mit ihnen Deutsch, Mathe und Englisch.

Am meisten Spaß macht mir, dass ich viel Kontakt mit den KlientInnen habe. Ich lerne einiges über ihre Kulturen und kann ihnen wirklich weiterhelfen. Am Ende des Tages weiß ich, dass ich etwas Gutes getan habe.

Durch die Arbeit bin ich vor allem für andere Kulturen offener geworden. Davor hatte ich das Bild, dass alle Afghanen gleich sind. Dann hörst du, es gibt Paschtunen und andere Stämme, und sie haben zum Teil völlig andere Kulturen und Werte. Das war für mich ein richtiger Augenöffner.

Mich hat auch überrascht, dass es für die KlientInnen viel härter ist, als ich es mir vorgestellt habe. Wie es ihnen finanziell geht, was für Möglichkeiten sie haben, das ist richtig wenig. Auch wenn man bei der Jobsuche hilft, sieht man, dass es für sie viel schwieriger ist, eine Stelle zu finden, als es von den Medien herübergebracht wird.“

Markus Achleitner

Zivildiener verbringt Zeit mit Bewohnerin

Markus Achleitner, Zivi im Seniorenwohnhaus Schloss Hall

„Ein Arbeitskollege von mir war Zivi im Seniorenwohnhaus Schloss Hall und seine Mama arbeitet ebenfalls hier. So stand für mich fest, dass ich auch hier den Zivildienst mache. Meine Urlioma hatte zwei Schlaganfälle und schon als kleiner Bub habe ich mich mit ihr beschäftigt, deshalb wollte ich etwas mit älteren Menschen tun.

Primär bin ich im Seniorenwohnhaus dafür da, mich mit den Leuten zu beschäftigen, z.B. Brettspiele, einkaufen gehen und jeweils einmal wöchentlich Wäsche- und Kaffeehausdienst. Ab und zu arbeite ich auch am Wochenende, aber das ist die Ausnahme.

Wir fahren mit den SeniorInnen viel auf Ausflüge. Das ist total schön, ihre Freude zu sehen. Und mich beeindruckt, dass man so vieles von ihnen lernen kann. Was sie erzählen, z.B. vom Krieg, da nehme ich mir mit, dass man im Leben viel zufriedener sein soll und dass es anderen Leuten nicht so gut geht.“

Tobias Steinmayr

Zivildiener mit Bewohner im Rollstuhl

Tobias Steinmayr, Zivi im Seniorenwohnhaus Schloss Hall

„Vor zwei Jahren wollte ich noch zum Bundesheer gehen. Ein Freund hat aber seinen Zivildienst im Seniorenwohnhaus gemacht und meinte, er würde es jederzeit wiederholen. Deshalb habe ich mich dafür entschieden.

Ich bereite für die SeniorInnen das Frühstück vor und erledige das Auf- und Abdecken, auch zu Mittag und am Abend. Dazwischen spiele ich mit ihnen Karten oder wir gehen spazieren. Am meisten gefällt mir der Umgang mit den Leuten. Man wird dadurch sozialer. Nett sind sie alle hier – die SeniorInnen und die MitarbeiterInnen. Deshalb komme ich gerne in die Arbeit.“

Philipp Neudorfer

Zivildiener nimmt Paket an

Philipp Neudorfer, Zivi im Sachspenden-Lager

„Ich war fünf Monate lang im AKH als Zivildiener und wollte wechseln. Die Zivi-Agentur hat mich dann ins Sachspenden-Lager der Caritas vermittelt. Ich nehme die Sachspenden an, sortiere sie und bringe sie ins CARLA-Geschäft. Generell liegt mir der Zivildienst mehr als das Bundesheer, weil man mehr Umgang mit Leuten hat und etwas fürs Leben lernt. Ich bin dadurch offener mit Menschen geworden und mein Umgang mit fremden Menschen hat sich verbessert. Besonders schätze ich die geregelten Arbeitszeiten und die netten KollegInnen. Das ist viel wert.“