Marie Kihm

Marie Kihm kommt aus Frankreich und engagiert sich im Rahmen ihres Europäischen Freiwilligendienstes in St. Isidor. Sie erzählt über ihre Erfahrungen in einer Wohngruppe für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche.

Wo und wie engagieren Sie sich derzeit als Freiwillige?

Ich arbeite in zwei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen in St. Isidor und beginne meine Arbeit täglich um 12 Uhr und beende sie um 20 Uhr. Ich arbeite 30 Wochenstunden. Ich muss in den Gruppen bei all den kleinen Dingen im Alltag helfen. Ich bin für die Kinder da und helfe ein wenig bei der Hausarbeit.

Was motiviert Sie, sich für andere zu engagieren?

Ich wollte mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Schon lange wollte ich mich bei so einer Organisation engagieren und neue Erfahrungen sammeln. Zuerst hatte ich die Idee ein Jahr in Frankreich in der Betreuung von Erwachsenen zu verbringen, doch ich habe mich schließlich dazu entschieden, diese Erfahrung mit Kindern zu machen und deshalb dieses Projekt ausgewählt. Meine stärkste Motivation war, meine Zeit für andere zu geben. Ich war außerdem begeistert von der Idee, ein Jahr im Ausland zu leben und eine andere Sprache zu lernen.

Welche Geschichte(n) möchten Sie gerne mit anderen teilen?

Was an meiner Arbeit, die sich auf menschliche Beziehungen konzentriert, wunderbar ist, ist das sehr kleine Dinge ausreichen können, um einen Tag zu erhellen. Zum Beispiel, fühlte ich mich eines Tages ein bisschen müde und entmutigt. Dann verbrachte ich ein wenig Zeit mit einem Kind das besonders fröhlich und glücklich über die Zeit zusammen war und danach hatte ich das Gefühl, dass mein Tag erfolgreich und ausgefüllt war. Nur dank dieses kleinen Moments der gemeinsamen Freude.

Was haben Sie als besondere Herausforderung erlebt?

Das Schwierigste an meiner Arbeit ist für mich, mich daran zu gewöhnen, dass jeder Tag wirklich sehr anders ist. Die Stimmung der Kinder ändert sich ständig, ebenso die Arbeitsbelastung. Ich finde, dass diese Arbeit eine hohe Anpassungsfähigkeit erfordert. Ich möchte den Kindern nahe sein und gleichzeitig bei Bedarf standhaft bleiben können. Das ist meiner Meinung nach besonders schwierig wegen der Sprachbarriere.

Was ist das Schöne an Ihrem Engagement?

Für mich ist es wunderbar, dass man, wenn man anderen hilft, ein bisschen auf die eigenen Probleme vergisst. Es hilft einem dabei, zu wachsen und zu schätzen, was man hat und wer man ist. Dadurch lernt man andere besser zu lieben. Anderen zu helfen bietet auch die Sicherheit, etwas Sinnvolles und Nützliches zu machen und das ist wirklich befriedigend.

 

Was raten Sie anderen Menschen, die sich engagieren möchten?

Ein Jahr mit EFD zu machen ist eine super Erfahrung. Das Beste an diesem Projekt ist, dass es primär eine tolle menschliche Erfahrung ist, aber es bietet auch eine hervorragende Gelegenheit, eine andere Sprache, eine andere Kultur, und ein anderes Land zu entdecken. Außerdem ist es für mich persönlich zudem eine äußerst lohnende Erfahrung, während dieser Zeit in einer Wohngemeinschaft mit anderen europäischen Freiwilligen aus verschiedenen Ländern zusammen zu wohnen.

  • Neun junge Menschen aus acht europäischen Ländern unterstützen zurzeit im Rahmen ihrer Freiwilligentätigkeit unsere Teams in St. Isidor.

    Neun junge Menschen aus acht europäischen Ländern unterstützen zurzeit im Rahmen ihrer Freiwilligentätigkeit unsere Teams in St. Isidor.