Marina Zgura

Marina macht ihren Europäischen Freiwilligendienst bei der Caritas für Menschen mit Behinderungen in St. Isidor. Hier unternimmt sie mit den Kindern einen Ausflug zum Urfahrmarkt in Linz.

Wo und wie engagieren Sie sich derzeit als Freiwilliger?

Ich helfe den dort lebenden Kindern in der Wohngruppe Atlantis und meinen KollegInnen so viel wie möglich. Besonders mag ich verschiedene Aktivitäten: Spaziergänge, Schwimmen, Ausflüge, Feiertage zusammen Feiern…

Was motiviert Sie, sich für andere zu engagieren?

Ich habe das immer gemocht. Noch in der Schule habe ich Nachhilfe gegeben, Veranstaltungen organisiert und war sehr aktiv. Ich glaube, dass meine Eltern mir diese Eigenschaft mitgegeben haben. Ich habe zwei ältere Schwestern und bin es seit meiner Kindheit gewohnt mitzuhelfen und zu teilen.

Welche Geschichte(n) möchten Sie gerne mit anderen teilen?

Als ich vierzehn war habe ich mich zum ersten Mal im Sommercamp mit Kindern gearbeitet. Die erste Gruppe waren Erstklässler. Sie waren so neugierig und haben viele Fragen gestellt. Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört mit Kindern zu arbeiten. Zehn Jahre später, als erfahrene Mitarbeiterin, sollte ich für neue Freiwillige, die mit Kindern in Sommercamps arbeiten wollten, ein Seminar leiten. Ich war sehr überrascht, als ich zwei Mädchen beim Seminar getroffen habe, die damals noch als Kinder in meiner Gruppe waren. Sie erzählte mir, dass ich sie mit meiner Arbeit inspiriert habe, so dass sie später beschlossen hätten, auch mit Kindern zu arbeiten.

Was haben Sie als besondere Herausforderung erlebt?

Meiner Meinung nach zählt alles dazu. Es spielt keine Rolle, ob die Erfahrung oder die Erlebnisse gut oder schlecht waren. Dieses Freiwillige soziale Jahr ist eine meiner besten Erfahrungen.

Was ist das Schöne an Ihrem Engagement?

Alle streben danach, in ihrem Leben eine Spur zu hinterlassen: Kunstwerke, Musik, Filme, Kinder usw.
Meine eigene Spur in dieser Welt sollen gute Taten sein. Nichts bleibt von uns, außer den Erinnerungen der Menschen an uns, denen wir geholfen haben.

Was raten Sie anderen Menschen, die sich engagieren möchten?

Mein freiwilliges soziales Jahr neigt sich dem Ende zu. Ich habe vieles geschafft, worauf ich stolz sein kann. Vieles habe ich zum ersten Mal gemacht:

  • Meinen längsten Aufenthalt im Ausland
  • Ich habe zum ersten Mal unter freiem Himmel in einem Zelt geschlafen
  • Bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen
  • Habe mein Deutsch verbessert
  • Meinen ersten Glühwein gekocht
  • Habe das Niveau „kann den österreichischen Dialekte verstehen“ erreicht
  • Mein erstes Dirndl gekauft und am Oktoberfest getragen

Alles in allem freue ich mich über meine einzigartigen Erfahrungen, die ich in der Caritas gemacht habe.