Corona Nothilfe im Ausland

Menschen in Krisenregionen besonders betroffen

In den Partnerländern der Caritas OÖ Auslandshilfe sind zahllose Menschen schwer von der Corona-Krise betroffen. Meist gibt es Ausgangssperren und Bildungseinrichtungen sind geschlossen. Die Maßnahmen der Regierungen haben das vorrangige Ziel, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und dadurch so viele Leben wie möglich zu schützen. Doch diese Maßnahmen verschärfen die ohnehin schwierige Situation der armutsbetroffenen Bevölkerung. 

Auch Österreich befindet sich in einer schwierigen und herausfordernden Situation. In Ländern, die deutlich weniger Kapazitäten haben als wir, kann sich die derzeitige Situation jedoch zu einer humanitären und sozialen Katastrophe von ungeahntem Ausmaß entwickeln.

Es trifft vor allem Menschen und deren Familien, die als Tagelöhner arbeiten und keine Reserven haben. Es trifft die Einsamen und Alten und Kranken und es trifft Kinder, die durch Hunger und Mangelernährung ein Leben lang die Folgen tragen müssen. Das Welternährungsprogramm der UNO (World Food Programme, WFP) rechnet damit, dass sich die Zahl der Hungernden in diesem Jahr auf 265 Millionen Menschen verdoppeln wird, wenn keine energischen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Mit Ihrer Spende leisten wir rasch und unbürokratisch Nothilfe!

DR Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo sind alleine durch die Ankündigung der Ausgangssperre einige Grundnahrungsmittel um das Doppelte oder Dreifache teurer geworden, was verheerende Folgen für das Land hat, in dem 70 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von weniger als zwei Dollar pro Tag lebt. Für Taglöhner oder Handwerker bedeuteten die Ausgangssperren, dass sie keinerlei Einkommen mehr haben. Viele Menschen stehen vor der Wahl, entweder die Maßnahmen einzuhalten und zu hungern oder für Besorgungen auszugehen und Strafen zu riskieren.

Hinzu kommt, dass vor allem in Slums Hunderttausende Menschen dicht gedrängt leben. Auch schützende Hygienemaßnahmen wie Hände mit Seife zu waschen, ist in vielen Gegenden kaum möglich, weil sowohl Wasser, als auch Seife fehlen. Aufgrund der schlechten Gesundheitsversorgung könnte die Pandemie dort besonders viele Todesopfer fordern.

Die Caritas Oberösterreich beteiligt sich an den Informationskampagnen zur Prävention der Ausbreitung des Coronavirus in Kinshasa und überall dort im Land, wo sie Projektstrukturen hat.

Andrea Fellner, Kongo-Länderreferentin der Caritas Oberösterreich: „Wir arbeiten mit der Caritas Kinshasa und dem Gesundheitsbüro der Diözese mitsamt seinen Gesundheitszentren. Die Zielgruppen der Kampagnen sind besonders gefährdete Gruppen wie BewohnerInnen von Altersheimen oder Menschen mit Behinderungen sowie Menschen in abgelegenen Vierteln, in denen es keinen Strom und meist nicht genug Trinkwasser gibt.“

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Weißrussland

In Weißrussland ist fast ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt, besonders von der Corona-Krise betroffen sind alte Menschen, die niemanden mehr haben. Seit Mitte März sind Freiwillige der Caritas im ganzen Land unterwegs und bringen Hilfspakete zu alten Menschen, die alleine leben.

Das Caritas-Tageszentrum für Menschen mit Behinderungen in Witebsk wurde kurzerhand zur Ausgabestelle für dringend notwendige Hilfe umfunktioniert. Zudem helfen freiwillige Ärzte insbesondere alten Menschen mit Beratung und Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen werden telefonisch betreut. Für Wohneinrichtungen für alte Menschen und Menschen mit psychischen Erkrankungen wurden Masken und Desinfektionsmittel angekauft.

Mit dem Nothilfeprogramm HOPE unterstützt die Caritas außerdem bedürftige alte Menschen auf dem Land und Familien in Krisensituationen. Die betroffenen Menschen erhalten Hühner und andere Nutztiere sowie Setzlinge, damit sie sich in Zeiten der Krise selbst versorgen können.

  • Freiwillige sind im ganzen Land unterwegs und bringen Hilfspakete zu alten Menschen.

    Freiwillige sind im ganzen Land unterwegs und bringen Hilfspakete zu alten Menschen.

  • Die Betroffenen schätzen dabei auch sehr das persönliche Gespräch mit den Freiwilligen und die Möglichkeit, sich zu informieren.

    Die Betroffenen schätzen dabei auch sehr das persönliche Gespräch mit den Freiwilligen und die Möglichkeit, sich zu informieren.

  • Alte, bedürftige Menschen auf dem Land erhalten Hühner und andere Nutztiere.

    Alte, bedürftige Menschen auf dem Land erhalten Hühner und andere Nutztiere.

  • Dadurch haben sie die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.

    Dadurch haben sie die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.

Bosnien-Herzegowina

In Bosnien-Herzegowina gilt seit Mitte März eine Ausgangssperre für Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. 80 Prozent der alten Menschen leben in Armut.

Die Caritas hilft mit Essen auf Rädern. „Wir versorgen alte Menschen, die das Haus nicht mehr verlassen dürfen, mit einer warmen Mahlzeit“, erklärt Caritasdirektor Željko Majić. „Der Kindergarten der Caritas ist geschlossen, aber in der Küche werden täglich dringend notwendige Mahlzeiten zubereitet, damit die alten Menschen nicht an Hunger leiden müssen.“ Freiwillige MitarbeiterInnen besuchen die alten Menschen und bringen ihnen die dringend notwendigen Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

Auch in Bosnien-Herzegowina erhalten bedürftige Menschen mit dem Nothilfeprogramm HOPE Nutztiere und Setzlinge, damit sie in der Krisenzeit über die Runden kommen.

  • Freiwillige MitarbeiterInnen besuchen alte, alleinstehende Menschen.

    Freiwillige MitarbeiterInnen besuchen alte, alleinstehende Menschen.

  • Sie versorgen die Menschen mit notwendigen Lebensmitteln sowie Hygieneartikel.

    Sie versorgen die Menschen mit notwendigen Lebensmitteln sowie Hygieneartikel.

  • Die Freiwilligen nehmen sich außerdem Zeit, mit den alten und kranken Menschen zu sprechen.

    Die Freiwilligen nehmen sich außerdem Zeit, mit den alten und kranken Menschen zu sprechen.

  • In der Küche des Caritas-Kindergartens werden die täglich dringend notwendigen Mahlzeiten zubereitet.

    In der Küche des Caritas-Kindergartens werden die täglich dringend notwendigen Mahlzeiten zubereitet.

  • Mit dem Nothilfeprogramm HOPE erhalten notleidende Menschen Hühner und andere Nutztiere sowie Setzlinge.

    Mit dem Nothilfeprogramm HOPE erhalten notleidende Menschen Hühner und andere Nutztiere sowie Setzlinge.

  • Dadurch können sie sich selbst versorgen und müssen keinen Hunger leiden.

    Dadurch können sie sich selbst versorgen und müssen keinen Hunger leiden.

So hilft Ihre Spende

  • Mit 20 Euro erhält eine notleidende Familie in einer Krisenregion ein Hilfspaket mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.
  • Mit 45 Euro schenken Sie ein Hygienepaket mit Desinfektionsmittel, Seife, Handschuhe, Schutzmasken, etc.
  • Mit 65 Euro ermöglichen Sie einem notleidenden Menschen in Bosnien-Herzegowina Essen auf Rädern für einen Monat.