Zwei Menschen die sich umarmen.

Augustsammlung 2016 - Brisanz durch Dürrekatastrophe

Für eine Zukunft ohne Hunger

Im Sommer bittet die Caritas wieder um Spenden für die Hilfe gegen den Hunger. Heuer steht die Sammlung im Zeichen einer drohenden Hungerkatastrophe in vielen Ländern im Osten und Süden Afrikas. Durch das Wetterphänomen El Niño ist unter anderem Äthiopien von der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren betroffen. „Es braucht unser aller Engagement, um den Menschen in den betroffenen Ländern zu helfen, betont Caritasdirektor Franz Kehrer, MAS.

Durch Regenausfälle sind rund 18 Millionen Menschen in Äthiopien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Über 80 Prozent der 94 Millionen Einwohner leben von der Landwirtschaft, der ausbleibende Niederschlag wirkt sich daher auf die ganze Bevölkerung dramatisch aus. Die letzte Ernte war im ganzen Land niedrig, teilweise blieb sie komplett aus. Die Menschen haben kaum zu Essen, am schlimmsten von Unter- und Mangelernährung sind Kinder betroffen. Die Caritas hilft mit hochwertiger Nahrung für Kinder, um den akuten Hunger zu bekämpfen, und langfristig mit verschiedenen Landwirtschafts- und Bildungsprojekten, um eine Lebensgrundlage für die Menschen zu schaffen.

 

Hilfe gegen den Hunger in der DR Kongo, einem der ärmsten Länder der Welt

63 Prozent der Bevölkerung in der DR Kongo müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Der Staat, von vielen Kriegen und Unruhen erschüttert, hat nur wenige finanzielle Mittel, um die nötige Infrastruktur aufzubauen. Kein funktionierendes Kanal- und Wassersystem, sowie kaum öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Spitäler sind die Folge. Die Bevölkerung ist auf sich selbst gestellt. Zwei Drittel aller Menschen im Kongo, das sind 60 Millionen Menschen, sind unter- oder mangelernährt, 28 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren sind untergewichtig.

Die Caritas unterstützt neben Ernährungsstationen für unterernährte Kinder vor allem Projekte im Bereich Landwirtschaft und Brunnenbau. In den Landwirtschaftsprojekten erhalten die KleinbäuerInnen neben Saatgut und Werkzeug sowie Nutztieren auch das nötige Know-How vermittelt. „Wissensvermittlung ist besonders in der Landwirtschaft wichtig“, sagt Mag.a Andrea Fellner, die seit 2010 Projekte der Auslandshilfe der Caritas OÖ im Kongo betreut. „Das Besondere an unserer Arbeit ist, dass neue nachhaltige Techniken vermittelt werden, die die Bauern und Bäuerinnen auch nach Projektende anwenden können.“ Durch das Steigern der Produktion wird nicht nur die Grundversorgung mit Nahrung gesichert. Der Ernte-Überschuss kann am Markt verkauft werden. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf können die Familien das Schulgeld ihrer Kinder und ihre medizinische Versorgung bezahlen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende – gegen den Hunger in Afrika.

Unser Nothilfe-Programm gegen den Hunger in der DR Kongo

Essen für unterernährte Kinder

1.700 unterernährte Kinder werden jährlich in drei Ernährungszentren der Caritas in der DR Kongo gesund gepflegt.

Die 18-jährige Marie ist mit ihrer zwei Jahre alten Tochter fünf Stunden zu Fuß unterwegs gewesen, um die Ernährungsstation der Caritas in Liziba zu erreichen. Die kleine Linda wog nur sechs Kilogramm und hatte Fieber. Marie und Linda wurden für zwei Wochen stationär aufgenommen. Das Mädchen erhielt mehrmals täglich einen nahrhaften Brei und Medikamente, um wieder zu Kräften zu kommen. Der jungen Mutter wurde erklärt, wie sie zu Hause die Nahrung für ihre Tochter zubereiten muss, um die Folgen der Unterernährung rasch zu lindern.

 

Mit 10 Euro erhält ein unterernährtes Kind Spezialbrei und Sojamilch.

Saagut und Werkzeug für eine Zukunft ohne Hunger

Die Caritas unterstützt 7.000 Menschen in der Region Luozi bei der Bewirtschaftung des Landes.

Die 42-jährige Honorine Bamanisa ist Witwe und Mutter von fünf Kindern. Früher hat sie nur Maniok und Erdnüsse angebaut und immer fürchten müssen, ob sie damit ihre Kindern ernähren kann. Seitdem sie an den Schulungen der Caritas teilnimmt, das verbesserte Saatgut verwendet und die neuen Nutzpflanzen wie Paprika und Salat anbaut, wirft ihr Feld Ernteüberschüsse ab. Diese verkauft sie am Markt und kann so mit dem Geld in die Zukunft ihrer Kinder investieren: Sie in die Schule schicken und ihre medizinische Versorgung bezahlen.

 

Mit 35 € sichern Sie für eine Bauernfamilie Saatgut und Werkzeug für die nächste Ernte.

Nutztiere für eine bessere Zukunft

Das Hühnerzuchtprojekt am Plateau Batéké in der DR Kongo ermöglicht der Bevölkerung eine langfristige Einkommensquelle.

Carine Nkashama war nach dem Tod ihres Mannes verzweifelt auf der Suche nach einer Einkommensmöglichkeit, um sich und die vier Kinder ernähren zu können. Das Hühnerzuchtprojekt der Caritas war ihre Rettung. Sie bekam Hühner und Küken und nahm gemeinsam mit anderen Bauerfamilien an den Schulungen teil. Mittlerweile hat sie 50 Hühner und sechs Hähne. Die Gewinne aus dem Verkauf der Eier investiert die engagierte Bäuerin in ihre Kinder: Schulgeld und Medikamente werden damit bezahlt. Für weitere 150 Familien sichert die Hühnerzucht die Lebensgrundlage.

Neben der Hühnverteilung und Kükenzucht werden die Bauernfamilien mit Ziegen und Schafen unterstützt.

 

Mit 40 Euro ermöglichen Sie einer Bauernfamilie den Start einer Hühnerzucht.

  • Bäurinnen mit Saatgut

    Bäurinnen mit Saatgut

  • Bäurinnen mit Länderreferentin Andrea Fellner

    Bäurinnen mit Länderreferentin Andrea Fellner

  • Länderreferentin Andrea Fellner mit einer Bäurin

    Länderreferentin Andrea Fellner mit einer Bäurin

  • Länderreferentin Andrea Fellner mit einer Bäurin

    Länderreferentin Andrea Fellner mit einer Bäurin

  • Werkzeug und Saatgut für Bäurinnen

    Werkzeug und Saatgut für Bäurinnen

Caritas im Einsatz in der DR Kongo

In einem Land, in dem mehr als zwei Drittel der Bevölkerung an Unterernährung leiden und knapp die Hälfte keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser hat, hilft die Auslandshilfe der Caritas.

Schwerpunkte sind neben Ernährungsstationen für unterernährte Kinder vor allem Projekte im Bereich Landwirtschaft und Wasserversorgung. Dabei geht immer darum, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Menschen sich dann später selbständig versorgen können – also „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.
Hilf auch du mit, den Hunger in Afrika zu beenden. Caritas Auslandshilfe – wirkt mit dir!