Haussammlung 2016

Unter dem Motto "Wir gehen für Menschen in Not in Oberösterreich" ziehen im April und im Mai wieder viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus den Pfarren von Tür zu Tür und bitten um Spenden für die Caritas. Das gesammelte Geld kommt ausschließlich OberösterreicherInnen in Not zugute, die in den Beratungsstellen und Einrichtungen der Caritas Hilfe suchen.

„Ich habe oft schlaflose Nächte, weil ich nicht mehr weiß, wie ich meine Rechnungen bezahlen soll.“ Sieglinde M. aus Linz ist Alleinerzieherin mit zwei kleinen Kindern. „Ihr wart die einzigen, die mir geholfen haben. Dankeschön, dass es euch gibt.“

Diese und ähnliche Rückmeldungen erhalten die 12 Caritas-Sozialberatungsstellen in Oberösterreich immer wieder. Sie leisten in akuten Notlagen finanzielle Hilfe zur Überbrückung und bieten Beratung, um mit den KlientInnen gemeinsam einen langfristigen Weg aus der Krise zu finden.

450.000 Menschen in Österreich sind akut von Armut betroffen, 1,2 Millionen Menschen (14,1 % der Bevölkerung) sind armutsgefährdet. Und nach wie vor sind es insbesondere AlleinerzieherInnen und Familien, die ein hohes Risiko haben, in die Armutsfalle zu schlittern: Besonders armutsgefährdet sind Ein-Eltern-Haushalte (34%) und Mehrpersonenhaushalte mit mindestens 3 Kindern (27%). Bei beiden Gruppen liegt die Armutsgefährdungsquote fast doppelt so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung (14,1%).

„Unser Sozialsystem trägt mit der Mindestsicherung und verschiedenen Leistungen für Familien zwar wesentlich dazu bei, dass nicht mehr Menschen von Armut betroffen sind. Dennoch gelingt es damit noch nicht, alle Notlagen abzufedern: geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, hohe Ausgeben für das Wohnen“, erklärt Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas in Oberösterreich. Gerade AlleinerzieherInnen fehlt oft ein soziales Netz im eigenen Umfeld, das sie unterstützen kann.

 

Caritas-Haussammlung: Unterstützung für Menschen in Not in Oberösterreich

Mit den Spenden aus der Haussammlung kann die Caritas OÖ vielen tausend Menschen ein Stück Halt geben – in Einrichtungen wie den Caritas-Sozialberatungsstellen, dem Haus für Mutter und Kind, Krisenwohnen oder zum Beispiel dem „Help-Mobil“, einer medizinischen Notversorgung für Obdachlose in Linz. „Ich danke allen sehr herzlich, die sich bei der Haussammlung für die Nächstenliebe in unserem Land engagieren – den SpenderInnen und allen ehrenamtlichen SammlerInnen. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir dringend einen ,Energieschub‘ der Solidarität, damit der Zusammenhalt nicht aus dem Gleichgewicht gerät“, so Caritasdirektor Kehrer.

Wo Ihre Spende hilft

Caritas Sozialberatung

„Mit einem Heizkostenzuschuss für die neue Öllieferung sowie Hilfe für Lebensmittel und Kleidung nehmen wir ihr die Sorge vor einer kalten Wohnung und geben ihr ein Stück Sicherheit im Alltag“, so ein Caritas-Mitarbeiter.

 

„Ich habe oft schlaflose Nächte, weil ich nicht mehr weiß, wie ich meine Rechnungen bezahlen soll.“ Sieglinde M. aus Linz ist Alleinerzieherin mit zwei kleinen Kindern. „Ihr wart die einzigen, die mir geholfen haben. Dankeschön, dass es euch gibt.“

Haus für Mutter und Kind

„Ich und meine Tochter haben bei und mit euch gelernt neu zu leben. Darum weiß ich etwas, was ich vorher nicht wusste: Das Leben ist schön! Danke von ganzem Herzen.“ Martina S.

 

„Die Zeit hier war für mich und meine Kinder unendlich heilsam. Hier haben sie mir beigebracht, über alle meine Sorgen und Probleme zu reden“, erzählt Gertrude H.

Help-Mobil

„Ich hab niemanden, mit dem ich sprechen kann. Hier hört mir jemand zu und interessiert sich für meine alltäglichen Probleme.“ Helmut K.

Lerncafé

„Mathe fällt mir recht schwer. Wenn ich hier lerne, wird es leichter und macht mehr Spaß.“ Lea, 8 Jahre.

 

„Mir geht es darum, dass die Kinder und Jugendlichen Zukunftsperspektiven bekommen. Denn ohne eine gute Grundbildung schaut es mit einer Ausbildung heutzutage oft schlecht aus“, Martin Wimmer, Ehrenamtlicher.

Hartlauerhof

Wohnungslose Männer haben im Hartlauerhof die Skulptur „Ein Platz an der Sonne“ gestaltet. Sie ist Sinnbild für die Sehnsucht jedes einzelnen Menschen auf seinen Platz an der Sonne - Sicherheit, Geborgenheit, Wertschätzung, menschliche Wärme... kurz: ein geglücktes Leben!

Servicestelle für pflegende Angehörige

„Diese Treffpunkte haben mir am meisten geholfen. Mich hat ja niemand verstanden, nicht einmal mein Mann. Beim Treffpunkt endlich wurde ich verstanden – und ich habe hier einen neuen Freundeskreis dazugewonnen.“ Elfriede S.