Hilfe für obdachlose Menschen

Der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit, ein Unfall oder das Zerbrechen der eigenen Familie treiben jährlich zahlreiche Menschen in Oberösterreich in eine Notsituation.

Durch die rechtzeitige Hilfe und Unterstützung kann vieles abgefangen werden: Wenn überforderte Mütter nach einer Trennung um Hilfe im Haus für Mutter und Kind ansuchen, Obdachlose ohne Krankenversicherung die medizinische Notversorgung im Help-Mobil in Anspruch nehmen oder Menschen, die ihren Wohnplatz verloren haben, vorübergehend in eine Krisenwohnung ziehen und damit der Obdachlosigkeit entgehen.

 

Helfen Sie uns, damit obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Personen wieder einen Ausweg finden!

Mit Ihrer Spende können wir unter anderem folgende Hilfsprojekte anbieten:

Wärmestube

Sechs Personen sitzen in einem Raum bei Tischen zusammen und unterhalten sich.

Das Tageszentrum Wärmestube in Linz ist Treffpunkt für Menschen in Wohnungsnot. Hier finden Personen mit finanziellen, psychischen und/oder sozialen Problemen eine Anlaufstelle.

Das Zuhause von Helmut ist seit drei Jahren die Straße. Das war nicht immer so. Scheidung und Jobverlust warfen ihn aus der Bahn. Schulden und die Delogierung kamen dazu. Einen Rückzugs- und Erholungsort findet Helmut und Menschen ohne Obdach regelmäßig in der Wärmestube. Hier können die BesucherInnen gegen geringes Entgelt eine warme Mahlzeit bekommen, können duschen und Wäsche waschen. In Notfällen können sie auch Kleidung bzw. eine geringe finanzielle Unterstützung erhalten.

Die anwesenden SozialarbeiterInnen fördern Selbstverantwortung und Eigeninitiative der BesucherInnen und stehen während der Öffnungszeiten ohne Voranmeldung für Beratungs- und Informationsgespräche zur Verfügung.

 

 

Helmut W., regelmäßiger Besucher der Wärmestube
„Die Wärmestube ist für mich ein zweites Zuhause geworden. Hier kann ich meine Sorgen vergessen und dem Alltag auf der Straße entkommen. Am meisten gefällt mir aber, das wir hier alle mit Respekt behandelt werden.“

 

Krisenwohnen

Eine Zeichnung mit einer bunten Häuserfront.

Das Krisenwohnen ist ein Hilfsangebot für Frauen mit Kindern oder für KlientInnen der Caritas, die sich in einer akuten Notlage (z. B. nach einer Trennung, Scheidung oder Delogierung) befinden und dringend ein Dach über dem Kopf brauchen.

Als Brigitte mit ihren Kindern nach der Trennung von ihrem Mann die gemeinsame Wohnung über Nacht verlassen musste, wusste sie nicht wohin. Sie wandte sich in ihrer Not an die Caritas und konnte schon am nächsten Tag in eine von drei Krisenwohnungen in Linz einziehen. Dort kann sie zwei Monate kostenlos leben, bis ein Platz im Haus für Mutter und Kind frei wird. Während des Aufenthaltes (von einem bis zu maximal sechs Monaten) werden die BewohnerInnen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt, von den SozialarbeiterInnen betreut und bei der Aufklärung des Hilfsbedarfes unterstützt.

 

 

Mag. Michaela Haunold, Projektleiterin:
„Besonders berührend war für mich eine Begegnung mit zwei Kindern, die den ganzen Sommer lang im Auto 'gewohnt' und geschlafen hatten und dann bei uns in eine Wohnung gezogen sind. Die strahlenden Augen, als sie ihre Betten und das Spielzeug gesehen haben, werden mir immer in Erinnerung bleiben."

Help-Mobil

Ein Obdachloser wird in einem Bus von zwei Frauen am Fuß versorgt.

Das Help-Mobil ist ein Bus, der zwei Mal in der Woche in den Abendstunden an mehreren kirchlichen Standorten in Linz Halt macht. Es bietet obdachlosen und nicht versicherten Menschen eine medizinische Notversorgung an.

„Wer krank ist, geht in eine Ordination, zeigt seine e-card und wird medizinisch versorgt. Für mich ist das unmöglich seitdem ich die Wohnung und den Job verloren habe und nicht mehr versichert bin“, erzählt der 40-jährige Christian. „Deshalb bin ich dankbar, dass mich die Help-Mobil-Ärzte kostenlos behandeln.“

Bei Bedarf erhalten obdachlose Männer und Frauen auch Schlafsäcke, Unterwäsche und Kleidung und können sich mit Tee und etwas zum Essen stärken. Medikamente, Verbandsmaterialien, Decken, Kleidung und Lebensmittel, die das Help-Mobil zu Obdachlosen bringt, werden mit Spenden finanziert.


 

Christian K., Obdachloser:
„Ich komme zum Help-Mobil auch wenn ich nicht krank bin, weil Ich niemanden habe, mit dem ich sprechen kann. Hier hört mir jemand zu und interessiert sich für meine alltäglichen Probleme.“

 

Haus für Mutter und Kind

Eine Mutter mit ihrem Kind. Das Kind kuschelt sich an ihre Mutter.

Das Haus für Mutter und Kind in Linz hilft Schwangeren und Frauen mit ihren Kindern nach einer Scheidung oder in einer Verlust- bzw. Krisensituation, ihr Leben neu zu ordnen.

„Als ich über Nacht die Wohnung meines Freundes verlassen musste und mit meinen Kindern ins Mutter-Kind-Haus eingezogen bin, hatte ich nicht einen einzigen Euro. Ich bin mit ein paar Tragtaschen gekommen. Hier geht es uns wieder gut und ich kann für mich und meine Kinder wieder neue Hoffnung schöpfen“, erzählt die 26-jährige Martina.

Im Haus für Mutter und Kind können Frauen bis zu eineinhalb Jahre lang wohnen. Die Caritas-MitarbeiterInnen helfen ihnen bei der Kindererziehung, bei der Klärung rechtlicher Fragen, bei der Schuldenbewältigung, bei Behördengängen und bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und einer Wohnung.

 

 

Martina S., Bewohnerin im Haus für Mutter und Kind:
„Ich und meine Tochter haben bei und mit euch gelernt neu zu leben. Darum weiß ich etwas, was ich vorher nicht wusste: Das Leben ist schön! Danke von ganzem Herzen.“

Hartlauerhof - Begleitetes Wohnprojekt

Ein Mann arbeitet in einer Werkstatt mit Holz.

Das Caritas-Sozialprojekt Hartlauerhof in Asten bietet 14 wohnungslosen Männern einen Wohn- und Lebensraum sowie Betreuung und Begleitung durch SozialarbeiterInnen.

„Im Hartlauerhof habe ich wieder das gefunden, was ich durch das Leben auf der Straße verloren habe - die Gemeinschaft, den Zusammenhalt, die Beschäftigung, den geregelten Alltag“, sagt Helmut B., der durch den Konkurs seiner kleinen Firma alles verloren hat und seit zwei Jahren im Hartlauerhof lebt. Eine stundenweise tagesstrukturierende Beschäftigung in der Küche und im Garten sowie in der Holz- und Metallwerkstatt gibt den Bewohnern die Möglichkeit, wieder Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu tanken.

Die SozialarbeiterInnen helfen bei der Bewältigung von Alkoholproblemen, bei der Schuldenregulierung, bei der Entwicklung neuer Perspektiven und bieten Begleitung bei Behördenwegen an.

 

 

Anton S, Bewohner im Hartlauerhof:
„Hier erfahre ich Sicherheit, Wertschätzung und menschliche Wärme – all das was man für ein glückliches Leben braucht. Für meine Zukunft erhoffe ich mir, wieder selbständig mein Leben bestreiten zu können."

Ihre Spende für obdachlose Menschen in Oberösterreich