Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Historische Aufarbeitung von Gewalt in den Heimen der Caritas Oberösterreich

Die Caritas OÖ hat 2016 bei einem unabhängigen Forscherteam eine Studie in Auftrag gegeben, um die Geschichte und die Hintergründe der strukturellen Gewalt in ihren Heimen aufzuarbeiten. „Wir wollen uns damit unserer Verantwortung stellen und mit der Studie darauf hinwirken, dass sie nicht in Vergessenheit gerät und uns Mahnung für die Zukunft ist“, so Caritas OÖ-Direktor Franz Kehrer, MAS.

Gegenstand der am 25. Oktober 2019 veröffentlichten Studie „Verantwortung und Aufarbeitung. Untersuchung über Gründe und Bedingungen von Gewalt in Einrichtungen der Caritas OÖ nach 1945“ sind folgende Einrichtungen: das ehemalige Erziehungsheim Steyr-Gleink (geschlossen 2009), das ehemalige Schülerheim Windischgarsten (von 1954 bis zur Schließung 1985 von der Caritas geführt) sowie die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen St. Pius und St. Isidor.

Geleitet wurde die Studie von a. Univ. Prof. Dr. Michael John vom Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler-Universität Linz. Die Geschichte der Heime Steyr-Gleink und Windischgarsten hat in erster Linie die Historikerin Dr. in Marion Wisinger bearbeitet, Drin Angela Wegscheider vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler-Universität Linz forschte zur Geschichte der Einrichtungen St. Pius und St. Isidor.