Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Schule geschlossen – Unterricht geht weiter

Mag.a Sabine Laubichler im Homeoffice

Auch wenn derzeit unsere Schulen für Sozialbetreuungsberufe aus bekanntem Anlass behördlich geschlossen sind, geht der Schulunterricht weiter. Kreativ zu sein und die modernen Medien zu nutzen heißt es auch hier für die Lehrenden und Studierenden. 

Am Caritas-Schulzentrum Josee werden beispielsweise die Wochenarbeitspläne mit den konkreten Aufgabenstellungen und Themen auf der Homepage als Anhang zum Stundenplan hochgeladen. Die dafür notwendigen Unterlagen werden per E-Mail an die Studierenden geschickt oder auf die Kommunikationsplattform Moodle gestellt. Der Hinweis, wo sich die Unterlagen befinden, wird ebenfalls auf dem Wochenarbeitsplan auf der Homepage vermerkt.


Mag.a Sabine Laubichler unterrichtet mit den Fächern Politische Bildung und Recht, Soziologie, Geschichte und Kommunikation praktisch in allen Klassen. Zusätzlich ist sie als Administratorin auch für den Stundenplan zuständig. „Die besondere Herausforderung in dieser Situation ist, dass die Unterlagen mit den dazu passenden Beispielen auch ohne persönliche Erklärung für die Studierenden begreifbar werden. Zusätzlich haben wir im normalen Schulalltag sehr viele Gruppenübungen. Diese sind jetzt natürlich nicht möglich. Die Unterlagen sollen zudem nicht zu umfangreich sein, andererseits aber doch den Inhalt transportieren, den die Studierenden brauchen, “ erzählt die engagierte Lehrkraft. „Meine Motivation besteht darin, dass die Studierenden so gut als möglich in der jetzigen Situation ausgebildet werden, sie ihren Abschluss machen können und sie dann aufgrund ihrer Ausbildung an unserer Schule in der Lage sind, ihren Beruf selbstbewusst und kompetent auszuüben. Die Studierenden sollen nicht das Gefühl haben, dass sie allein gelassen werden, sondern durch Wertschätzung und Begleitung weiter an ihren Kompetenzen arbeiten.“
Deshalb erhalten die Studierenden auch regelmäßig Feedback via E-Mail über die Bearbeitung der Aufträge. Zusätzlich können die Studierenden die Lehrenden für etwaige Nachfragen über verschiedene Kommunikationskanäle wie Telefon, Whatsapp oder E-Mail erreichen.


„Jeden Tag um 8 Uhr rufe ich die E-Mails ab. Ich beantworte etwaige Fragen und lade die Aufgaben der Studierenden auf meinen Computer und versuche sie sofort zu bearbeiten und eine Rückmeldung zu geben“, erzählt Laubichler.  „Den ganzen Tag über kontrolliere ich immer wieder die eingehenden E-Mails, um den Studierenden das Gefühl zu geben, dass sie nicht allein sind und ihre Arbeit auch einen Sinn hat. Aus Bemerkungen der Studierenden geht ganz klar hervor, dass ihnen der persönliche Kontakt und auch die Möglichkeit des persönlichen Fragens bzw. auch der Erklärung durch uns Lehrende fehlen. Dieser Austausch ist gerade in unserer Schule sehr wichtig, da die Studierenden ja immer dazu angehalten werden, ihr Verhalten zu reflektieren. Das fehlt jetzt. Viele Studierenden sind aufgrund des fehlenden persönlichen Kontakts auch unsicher bezüglich ihrer selbständigen Leistungen, ob diese den Erwartungen entsprechen.Deshalb ist es jetzt in dieser Situation ganz besonders wichtig, dass Studierende für ihre Arbeit Wertschätzung erfahren. Deshalb bemühe ich mich, den Studierenden auf ihre Mails relativ schnell und mit einem individuellen Feedback zu antworten, eventuelle Unklarheiten durch Anmerkungen zu beseitigen oder auch sie zu bestärken in ihren Meinungen und Ausführungen.“


Auch der Austausch zwischen den Lehrkräften geht weiter. Statt persönlicher Kontakte im Lehrerzimmer oder in Lehrerkonferenzen gilt es jetzt auch für sie, auf Telefon, E-Mails, Whatsapp oder Skype zurückzugreifen.