EU-Freiwillige Dinara aus Russland berichtet

Mein Jahr bei Invita in Engelhartszell, eine Einrichtung der Caritas für Menschen mit Behinderungen.


Mit Februar 2019 habe ich bei invita begonnen. Meine Mitarbeit hat ein Jahr gedauert.
Während meiner Zeit hier bei invita habe ich ein wenig gelernt wie ich mich um die Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen kümmern kann. Ich habe gelernt wie man einen Rollstuhl und einen Kran für die Menschen mit Behinderung benützen kann. Ich habe auch gelernt wie man den Müll trennen muss. Das war etwas Neues für mich.

Deutsche Sprache - Russisches Gebäck

Als ich nach Österreich gekommen bin, konnte ich kein Deutsch sprechen. Durch die Kommunikation mit den KundInnen und dank des Sprachkurses in Passau habe ich mein Deutsch verbessert.
Die KundInnen waren so nett, besonders die Omas. Wir haben geredet und viel gelacht. Regina hat mich grüßen und „wie geht es“ fragen auf Slowenisch gelehrt. Und ich habe ihnen die kyrillische Schrift gezeigt. Zusammen mit Siegi aus meiner Gruppe und einigen anderen KundInnen bin ich im Mai mit dem Schiff nach Schlögen gefahren. Im Juni haben wir das Musikfestival in Linz besucht, wo Siegi und ich auf der Bühne gesungen haben.

Bei einigen Gelegenheiten habe ich meine Gruppe mit der Russischen Kultur bekannt gemacht. Für das orthodoxe Ostern habe ich Russische Osterkuchen gebacken. Im Jänner mache ich die Abschiedsparty mit russischen Süßigkeiten.

Ich wollte auch etwas Hilfreiches für meine Gruppe machen, z.B. habe ich ein Willkommensbild gebastelt, einen Tisch bemalt und unsere Küche mit den Kastanien, die ich habe gesammelt, dekoriert.
Die Zeit mit meiner Teamleader Marianne hat mir sehr gut gefallen. Im Sommer haben wir Marmelade aus Erdbeeren zusammen eingekocht.
Zweimal habe ich mich mit unserer Koordinatorin Susanne und anderen Oberösterreichischen Freiwilligen getroffen. Im Juli haben wir den Traunsee und Gmunden besucht und im November waren wir bei einem DIY-Workshop.

Multikulturelle Erfahrungen

Ich habe auch zwei Trainings, die die Nationalagentur organisiert hat, besucht.

Das Jahr in Europa hat mir multikulturelle Erfahrung gebracht. Ich habe nicht nur Österreichische Städte besucht, sondern war auch in Italien, Tschechien und Skandinavien.
In Österreich habe ich zum ersten Mal das katholischen Weihnachten gefeiert und sogar ein Adventsgeschenk bekommen.
Die Kosten der Medizin und der öffentlichen Verkehrsmittel sind ungeheuer hoch. Das hat mich geschockt.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, im Bereich der Menschenhilfe weiterentwickeln werde. Dieses Arbeitsfeld ist sehr interessant für mich, deswegen möchte ich sehr gerne mehr Erfahrung sammeln.

 

Ermöglicht und co-finanziert wird der Einsatz von EU-Freiwilligen in der Caritas aus Mitteln des EU-Programms „Europäisches Solidaritätskorps“ (ESK).